International Geographical Union
Union Géographique International
International Geographical Union/IGU
Union Géographique International/UGI

Internationale Charta
der
Geographischen Erziehung

Kommission Geographische Erziehung


Die IGU wurde 1871 gegründet und besteht aus den folgenden Hauptkomponenten: Generalversammlung, Exekutivkomitee (Präsident, 8 Vizepräsidenten und 1 Generalsekretär), Kommissionen und Studiengruppen. 66 Länder sind zur Zeit Mitglieder der IGU. Sie arbeitet mit dem "International Council of Scientific Unions" (ICSU) und dem "International Social Science Council" (ISSC) zusammen und anerkennt diese als koordinierende Institutionen für internationale Wissenschaftsorganisationen. Ziele der IGU sind z. B. folgende:

- geographische Forschung, die eine internationale Zusammenarbeit erfordert, zu initiieren und zu koordinieren;

- die Sammlung und Verbreitung geographischer Daten und Dokumente innerhalb und zwischen allen Mitgliedsländern zu erleichtern;

- internationale Standards und die Kompatibilität von Methoden, Begriffen und Symbolen der Geographie anzustreben.

Kommission Geographische Erziehung
Eine der gegenwärtigen Kommissionen der IGU ist die Kommission Geographische Erziehung. Sie wurde 1952 in Washington gegründet und besteht aus 1 Vorsitzenden, 10 full members, 1 Sekretär, regional correspondents von 60 Ländern und über 400 Mitgliedern. Das Exekutivkomitee der IGU akzeptierte 1988 in Sydney die folgenden Ziele der Kommission:

1. internationale Richtlinien für die Lehrerbildung, Curriculumplanung und Lehrmittelgestaltung zu entwickeln;

2. zusammenhängende geographische Curricula für die primäre, sekundäre und tertiäre Bildungsstufe zu schaffen;

3. mit anderen Organisationen bei der Entwicklung der Geographie als wissenschaftliche Disziplin und Schulfach durch gemeinsame Konferenzen, Workshops und Symposien zusammenzuarbeiten;

4. Exemplarisch geographisches Lehrmaterial zu entwickeln und durch geographiedidaktische Forschung dessen Güte auch der internationalen Geographielehrerschaft aufzuzeigen;

5. fortwährend Fragen der geographischen Bildung an der Hochschule in ihrer Bedeutung als Allgemeinbildung und als wissenschaftliche Bildung anzusprechen.

 

Internationale Charta

der

Geographischen Erziehung

Kommission Geographische Erziehung

Internationale Geographische Union

1992

 

© 1992 Commission on Geographical Education,
 International Geographical Union
Chairperson: Prof. Dr. Hartwig Haubrich

Inhaltsverzeichnis (Zahlenangaben beziehen sich auf die Originalausgabe)

1. Vorwort                                                                                         3

2. Herausforderungen und Antworten                                            4

3. Fragen und Konzepte der Geographie                                     5

4. Zum Bildungsbeitrag der Geographie                                       7

5. Inhalte und Konzepte der geographischen Erziehung           10

6. Prinzipien und Strategien zur Implementation                        13

7. Geographiedidaktische Forschung                                         16

8. Internationale Kooperation                                                        17

9. Proklamation                                                                              17

Anhang A: Internationale Organisationen und Projekte 

mit geographischer Bildungsrelevanz                                         18

Anhang B: Für die Charta verantwortliche 

Kommissionsmitglieder und regionale Korrespondenten        19

Anhang C: Übersetzungen                                                            22

Anhang D: Erwerb der Charta                                                      24

 

Vorwort

Die Kommission Geographische Erziehung der Internationalen Geographischen Union

ist überzeugt,

dass das Fach Geographie zur Bildung verantwortungsvoller und aktiver Bürger in der gegenwärtigen und zukünftigen Welt unersetzliche Grundlagen bietet,

glaubt,

dass Geographie ein informatives, qualifizierendes und interessantes Fach auf allen Bildungsstufen sein und zu einem lebenslangen, sachgerechten Engagement für unsere Welt beitragen kann,

weiß,

dass die Menschen über eine zunehmende internationale Kompetenz verfügen müssen, um eine effektive Kooperation in einer breiten Palette wirtschaftlicher, politischer, kultureller und Umweltfragen in einer immer kleiner werdenden Welt zu gewährleisten,

ist besorgt,

dass die geographische Erziehung in einigen Teilen der Welt vernachlässigt wird bzw. dass ihr in anderen Struktur und Durchgängigkeit fehlt,

ist bereit,

den geographischen Analphabetismus in vielen Ländern beseitigen zu helfen,

unterstützt

die Prinzipien:

• der Charta der Vereinten Nationen;

• der Universellen Erklärung der Menschenrechte;

• der Verfassung der UNESCO;

• vieler nationaler Lehrpläne und Dokumente zur geographischen Erziehung

und empfiehlt deshalb diese Internationale Charta der Geographischen Erziehung allen Völkern der Erde.

 

Herausforderungen und Antworten

Die Lösung der Hauptprobleme unserer Zeit erfordert das volle Engagement der gegenwärtigen jungen und erwachsenen Generation. Alle der folgenden Probleme haben eine starke geographische Dimension:

Die Konflikte, die diese Probleme und Fragen schaffen, stellen eine Herausforderung an alle geographischen Erzieher dar, deren Engagement darin liegt, allen Menschen die Hoffnung, das Vertrauen und die Fähigkeit, für eine bessere Welt zu arbeiten, zu vermitteln.

Im Bestreben, auf der einen Seite innerhalb von Völkern und zwischen Völkern Frieden zu schaffen und auf der anderen Seite Frieden mit der Natur herzustellen, gründen geographische Erzieher ihre Arbeit auf die Universelle Erklärung der Menschenrechte - und insbesondere auf:

Artikel 25

Artikel 26

Angesichts der Menschheitsprobleme bedeutet das Recht auf Bildung auch das Recht auf eine fachgerechte geographische Bildung, die in eine ausgewogene regionale und nationale Identität und ein Engagement für eine internationale sowie globale Zusammenarbeit mündet.

 

Fragen und Konzepte der Geographie

Die Geographie ist die Wissenschaft, die die Eigenschaften von Orten und Räumen sowie die Verteilung von Menschen, Erscheinungen und Ereignissen auf der Erde zu erklären sucht.

Sie erforscht Mensch-Umwelt-Interaktionen im Kontext spezieller Orte und Räume. Besonders charakteristisch ist ihre Breite, ihre methodische Spannweite, ihre Synthese aus anderen Disziplinen der Natur- und Sozialwissenschaften sowie ihr Interesse an der Zukunftsgestaltung von Mensch-Umwelt-Beziehungen.

Geographen stellen die folgenden Fragen:

Wo ist es?

Wie ist es?

Warum ist es dort?

Wie geschah es?

Welchen Einfluss hat es?

Wie sollte es zum gegenseitigen Nutzen von Mensch und Natur gestaltet werden?

Die Antworten auf diese Fragen beschreiben und erklären die Lage, Situation, Interaktion, räumliche Verteilung und Differenzierung von Erscheinungen auf der Erde. Erklärungen gegenwärtiger Situationen kommen aus Geschichte und Gegenwart. Trends können dabei erfasst werden und mögliche Zukunftsentwicklungen aufzeigen.

Zentrale Konzepte geographischer Studien sind:

Lage und Verbreitung,

Ort und Raum,

Mensch-Umwelt Beziehungen,

Räumliche Interaktion,

Region.

Lage und Verbreitung:
Menschen und Orte befinden sich in einer unterschiedlichen absoluten und relativen Lage auf der Erde. Die Orte werden durch den Transport und die Mobilität von Gütern, Menschen und Ideen miteinander verbunden. Die Kenntnis der Lagebedingungen von Menschen und Orten ist die Voraussetzung für das Verständnis ihrer lokalen, regionalen, nationalen und globalen Abhängigkeit.

Ort und Raum:
Orte und Räume haben unterschiedliche, natürliche und kulturelle Eigenschaften. Die Natur schafft Landformen, Böden, Klimate, Wasserkörper, Pflanzen, Tiere und menschliches Leben. Die Menschen schaffen verschiedene Kulturen, Siedlungsformen, sozio-ökonomische Systeme und Lebensformen gemäß ihres Glaubens bzw. ihrer Lebensanschauung. Die Kenntnis der natürlichen Faktoren von Orten und Räumen sowie der Wahrnehmung und des Verhaltens von Menschen ist die Grundlage für das Verstehen der Beziehungen zwischen Mensch und Raum.

Mensch-Raum-Beziehungen:
Die Menschen machen unterschiedlichen Gebrauch von ihren Umwelten. So schaffen sie verschiedene Kulturlandschaften durch ihre verschiedenen Handlungsmuster. Auf der einen Seite werden sie durch die natürlichen Gegebenheiten beeinflusst, auf der anderen Seite verwandeln sie ihre Lebensräume in verschiedene kulturelle Umwelten, Landschaften der Harmonie und Landschaften des Konflikts.

Die Kenntnis dieser komplexen Interaktionen innerhalb von Räumen schafft wichtige Voraussetzungen für verantwortungsvolle Umweltplanung, für Umweltmanagement und Umweltschutz.

Räumliche Interaktion:
Die Ressourcen sind ungleich über die Erde verteilt. Kein Land ist autark. Transport- und Kommunikationssysteme verbinden die verschiedenen Teile der Welt, um Ressourcen und Informationen auszutauschen.

Einsicht in die räumlichen Interaktionen führt zum Verständnis der gegenwärtigen Kooperation der Völker durch den Austausch von Gütern und Informationen sowie durch die Migration von Menschen. Diese Kenntnisse legen auch die aktuellen Probleme offen und können zu Ideen führen, die regionale, nationale und internationale Zusammenarbeit zu verbessern.

Region:
Eine Region ist ein Gebiet, das durch ausgewählte Kriterien charakterisiert wird. Politische Kriterien bestimmen z. B. Staaten und Städte; physische Kriterien bestimmen Klima- und Vegetationszonen; sozio-ökonomische Kriterien definieren entwickelte und weniger entwickelte Länder. Regionen sind dynamisch in Raum und Zeit. Sie sind definierbare Einheiten zum Studium und zur Entwicklung von Umwelten. Geographen untersuchen Regionen unterschiedlichen Maßstabs - vom lokalen und nationalen zum kontinentalen und globalen Maßstab. Die Integration von regionalen Systemen führt zum Konzept eines planetarischen Ökosystems. Die Einsicht in die Struktur und Prozesse verschiedener Regionen innerhalb des globalen Systems ist die Grundlage zur regionalen und nationalen Identität von Menschen bzw. für ihre internationale Solidarität.

 

Der Bildungsbeitrag der Geographie

Geographie ist ein bedeutendes Bildungsfach sowohl für die Bildung des Individuums als auch besonders im Rahmen der internationalen und ökologischen Erziehung.

Geographie und die Bildung des Individuums
Obwohl Kenntnisse, Fähigkeiten und Einstellungen im ganzheitlichen Bildungsprozess zusammengehören, werden sie hier in drei Zielklassen gruppiert. Durch geographische Erziehung werden Schüler ermutigt, Wissen und Erkenntnisse, Fähigkeiten, Einstellungen und Werte zu gewinnen. Sie entwickeln insbesondere

Kenntnisse und Verstehen:

• von Orten und Räumen, um nationale und internationale Ereignisse in einen geographischen Rahmen einordnen und grundlegende räumliche Beziehungen verstehen zu können;

• der wichtigsten natürlichen Systeme der Erde (Landformen, Böden, Wasserkörper, Klimate, Vegetation), um die Interaktion innerhalb und zwischen Ökosystemen zu verstehen;

• der wichtigsten sozio-ökonomischen Systeme der Erde (Landwirtschaft, Siedlung, Transport, Industrie, Handel, Energie, Bevölkerung u.a.m.), um Einsicht in Orte und Räume zu erhalten, d.h. den Einfluß natürlicher Bedingungen auf menschliche Aktivitäten einerseits und verschiedener Kulturen, Religionen, technischen, wirtschaftlichen und politischen Systeme, verschiedenartige Umwelten zu schaffen, andererseits zu verstehen;

• der Verschiedenheit der Völker und Gesellschaften auf der Erde, um den kulturellen Reichtum der Menschheit schätzen zu können;

• der Strukturen und Prozesse in Heimatregion und Heimatland als dem täglichen Handlungsraum sowie

• der Herausforderungen und Chancen der globalen Abhängigkeit.

Fähigkeiten zur:

- Informationen zu sammeln und zu strukturieren;

- Daten zu bearbeiten;

- Daten zu interpretieren;

- Daten zu bewerten;

- Regeln zu erarbeiten;

- Regeln anzuwenden;

- Urteile zu fällen;

- Entscheidungen zu treffen;

- Probleme zu lösen;

- sich in Teamsituationem kooperativ zu verhalten;

- den Einstellungen und Einsichten entsprechend zu handeln.

Auf diesem Weg leistet die geographische Erziehung einen Beitrag zur Kommunikationsfähigkeit -

zu Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben, Reden, Rechnen und graphische Gestaltung und ebenso zur Entwicklung der Persönlichkeit und sozialen Kompetenz,

insbesondere bezogen auf die räumliche Dimension des täglichen Lebens vom lokalen bis zum globalen Maßstab.

Einstellungen, Werte und Verhalten
Geographieschüler/innen werden durch ihre geographischen Studien ermutigt:

• reges Interesse an ihrem Lebensraum und an der Vielfalt der natürlichen und kulturellen Erscheinungen auf der Oberfläche der Erde zu nehmen;

• die Schönheit der natürlichen Welt einerseits und die Verschiedenheit der Lebensbedingungen der Menschen andererseits zu schätzen;

• über die Qualität der Umwelt und den Lebensraum zukünftiger Generationen besorgt zu sein;

• die Bedeutung von Werten und Einstellungen bei Entscheidungsfindungen zu verstehen;

• bereit zu sein, geographische Kenntnisse und Fähigkeiten im privaten, beruflichen und öffentlichen Leben angemessen zu nutzen;

• die Gleichberechtigung aller Menschen zu respektieren;

• sich für die Lösung lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Probleme auf der Basis der "Universellen Erklärung der Menschenrechte" zu engagieren.


Geographie und internationale, ökologische sowie entwicklungspolitische Erziehung

Internationale Erziehung
Die geographische Erziehung leistet einen bedeutenden Beitrag zur internationalen Erziehung so wie beschrieben in den "Empfehlungen zur Erziehung zum internationalen Verständnis, zu Kooperation und Frieden und zur Erziehung für die Verwirklichung der Menschenrechte und Grundfreiheiten" (18. UNESCO Konferenz, Nov. 19. 1974). Die Geographie fördert Verständnis, Toleranz und Freundschaft unter allen Nationen, Rassen und religiösen Gruppen und unterstützt die Aktivitäten der Vereinten Nationen zur Erhaltung des Friedens durch die Beachtung folgender Ziele:

"a) eine internationale Dimension und globale Perspektive der Erziehung auf allen Stufen und in allen ihren Formen;

b) Verständnis und Achtung aller Völker, ihrer Kulturen, Zivilisationen, Werte und Lebensformen, die ethnischen Kulturen im eigenen Land und in anderen Nationen eingeschlossen;

c) Bewusstsein der zunehmenden globalen Abhängigkeit der Völker und Nationen;

d) Fähigkeit, miteinander zu kommunizieren;

e) Bewusstsein nicht nur der eigenen Rechte, sondern auch der Pflichten Individuen, sozialen Gruppen und Nationen gegenüber;

f) Einsicht in die Notwendigkeit der internationalen Solidarität und Kooperation;

g) Bereitschaft des Individuums, sich bei der Lösung von Problemen der eigenen Gemeinde, des eigenen Landes und der Welt insgesamt zu beteiligen."

Ökologische und entwicklungspolitische Erziehung
Das Vorbereitungskomitee der Uno-Konferenz über Umwelt und Entwicklung stellt am 18. März 1991 in Genf fest, dass die ökologische und entwicklungspolitische Erziehung für alle Menschen auf allen Stufen Vorbedingung für die Sicherung einer tragfähigen Entwicklung der Erde sei.

"Je größer die Kenntnisse der Menschen bzw. ihre Fähigkeiten, Informationen zu verarbeiten, um so größer sind die Chancen zur Reduzierung von Umweltzerstörungen und zur Vermeidung zukünftiger Probleme. Deshalb hat die Stärkung der Bildungssysteme in allen Ländern, besonders in den Entwicklungsländern, höchste Priorität, da sie Voraussetzung für eine angemessene Befähigung für Umwelt und Entwicklung darstellen."

Die geographische Erziehung trägt dazu bei, dass sich alle Individuen ihres eigenen Einflusses aber auch desjenigen ihrer Gesellschaft auf die Umwelt bewusst werden, dass alle sachgerechte Informationen erhalten und Fähigkeiten entwickeln, umweltgerechte Entscheidungen zu treffen und die eigenen Handlungen durch umweltethische Prinzipien leiten zu lassen.

 

Inhalte und Konzepte der geographischen Erziehung

Geographische Lehrpläne wurden überall in der Welt nach zwei Hauptprinzipien aufgebaut:

als regionale Studien und als thematische Studien.

Bei einer sachgerechten Ausführung sind sowohl regionale als auch thematische Studien stark theorieorientiert. Im Bildungskontext haben Theorien die Aufgabe, die Wirklichkeit verständlich zu machen. Bei diesen Studien werden die Schüler/innen ermutigt, fragende und entdeckende Verfahren anzuwenden, welche zur Erkenntnis und Anwendung von Regeln und Prinzipien führen.

Regionale Studien

Regionale Studien wählen aus folgenden Gebieten:

Heimatort

Heimatregion

Heimatland

Heimatkontinent

Andere Kontinente und räumliche Gruppierungen

Die Welt

Globale Strukturen

 

Folgendes sind Prinzipien zur Auswahl von Regionen:

• Dezentrismus

Nah und Fern, d.h. ein ausgewogener Unterricht und Vergleich von nahen und fernen Gebieten, um einen nationalen oder kontinentalen Zentrismus zu vermeiden;

• Motivation

Vom Nahen zum Fernen - nicht im Sinne der Entfernung sondern im Sinne des Interesses und der Aktualität;

• Maßstabwechsel

d.h. Wechsel der Gebiete lokalen, nationalen, kontinentalen und globalen Maßstabs;

• Verschiedenheit

d.h. Auswahl kontrastierender Räume, verschiedener Naturräume, verschiedener kultureller Aktivitäten, Kulturen, sozio-ökonomischer Systeme, Entwicklungsstufen und Räumen unterschiedlichen ökologischen Zustands;

• Relevanz

für das private, Berufs- und öffentliche Leben, d.h. Qualifizierung für Leben im personalem Handlungsraum;

• Verantwortung

Räume sollten nach ihrer Eignung ausgewählt werden, Verantwortungsbereitschaft für lokale und globale Probleme zu schaffen.

Regionale und nationale Identität und internationale Solidarität sind wichtige Ziele regionaler Studien. Sie sollten zu einem Engagement für die Heimatregion und das Heimatland, aber auch angesichts der Internationalisierung und Globalisierung zu einem Engagement für die Welt ermutigen.

Thematische Studien

Thematische Studien sollten immer eine regionale Basis besitzen.

Entsprechende Curricula können in den systematischen, den problemorientierten und systemtheoretischen Weg gegliedert werden:

1) Der Systematische Weg

folgt den Teildisziplinen der Physischen und Humangeographie.


Die Physische Geographie umfasst:

- Klimageographie,

- Biogeographie und

- Physische Ökologie ...


Die Anthropogeographie umfaßt:

- Bevölkerungsgeographie,

- Wirtschaftsgeographie,

- Stadtgeographie,

- Sozialgeographie,

- Historische Geographie,

- Kulturgeographie,

- Agrargeographie,

- Politische Geographie,

- Humanökologie ...

 

2) Der Problemorientierte Weg

Sozialräumliche Disparitäten,

Tragfähige Entwicklung ...


3) Der Systemtheoretische Weg

- Geomorphologische Systeme,

- Bodensysteme,

- Klimatische Systeme,

- Hydrologische Systeme,

- Biotische Systeme.

- Agrarsysteme,

- Industrie- und Dienstleistungssysteme,

- Siedlungssysteme,

- Transport- und Handelssysteme,

- gesellschaftliche Systeme.


Ökosysteme

Auswahlprinzipien
Die vorherrschende Bildungsphilosophie bestimmt, ob die Wege kombiniert werden oder ob ein Weg vorgezogen wird. Welcher Weg auch gewählt wird, die Schüler sollten immer zu eigenen Fragen und Untersuchungen ermutigt werden. Grundsätzlich bleibt es von entscheidender Bedeutung, dass die Geographie einen Beitrag zur Lösung der aktuellen und zukünftigen Probleme leistet und eine bedeutende Rolle innerhalb der politischen, sozialen, ethischen, personalen, humanistischen, ästhetischen und ökologische Erziehung spielt.

 

Prinzipien und Strategien zur Implementation

Fachlehrer/innen

Geographie sollte in allen Schularten von ausgebildeten Fachlehrer/innen unterrichtet werden. Lehrer/innen sind die wertvollste Grundlage der Bildung und Erziehung. Deshalb und wegen der Komplexität der Geographie sind gut ausgebildete Fachlehrer/innen grundsätzliche Voraussetzung.

Angesichts der Herausforderung unserer Zeit und der vorher beschriebenen Ziele der geographischen Erziehung sollten Geographielehrer/innen nicht nur im Fach Geographie, sondern auch in der Geographiedidaktik qualifiziert werden.

Durch ein Programm der Lehrerausbildung der 1. und 2. Phase und der fortwährenden Weiterbildung sollten Geographielehrer/innen folgende Kenntnisse, Fähigkeiten und Einstellungen gewinnen:

Kenntnisse und Erkenntnisse über:

• die sich wandelnde Disziplin Geographie,

• den sozialen Kontext von Erziehung und Bildung,

• die Bedürfnisse, Interessen, Erwartungen und Rechte der Schüler/innen,

• die Lernstile der Schüler/innen (kognitive, affektive, psychomotorische Dimension).

Fähigkeit zur:

• Stunden-, Einheit-, Kurs- und Curriculumplanung,

• Anwendung geeigneter Beurteilungsmethoden,

• Motivierung der Schüler für eine Reihe von Lernerfahrungen,

• Auswahl und zum Gebrauch geeigneter Quellen und Medien,

• fortwährenden Kurserprobung und -revision.

Werte und Einstellungen für:

• ein Engagement für den Bildungsbeitrag der Geographie,

• ein Engagement für die geographische Bildung ihrer Schüler/innen,

• ein Engagement für ein persönliches und berufliches Wachsen in der geographischen Bildung,

• ein Engagement für die gleichen Rechte aller Schüler auf eine effektive geographische Bildung.

Eigenständiges Fach

Um eine sachgerechte Vorbereitung auf die Zukunft zu gewährleisten, sollte Geographie zum Bildungskern der Primar- und Sekundarschul-Curricula zählen. Auf der Sekundarstufe und später sollte es von ausgebildeten Fachlehrer/innen als eigenständiges Fach unterrichtet werden. Geographie bildet ein Bindeglied oder eine Brücke zwischen Natur- und Sozialwissenschaften. Geographische Fragen stehen mit vielen Wissenschaften in Beziehung - eingeschlossen Geologie, Hydrologie, Biologie, Geschichte, Soziologie, Politik- und Wirtschaftswissenschaften.

Dort, wo das Curriculum für ein bestimmtes Alter oder eine Stufe kombinierte oder integrierte Studien vorsieht, sollte Geographie eine Schlüsselrolle im Lehrplan spielen, die den Aussagen dieser Internationalen Charta entspricht.

Obligatorischer und kontinuierlicher Unterricht

Es ist von wesentlicher Bedeutung, dass alle Schüler/innen durch alle Jahre der allgemeinen Schulbildung einen kontinuierlichen Geographieunterricht erhalten. Nur diese Voraussetzung macht es möglich, dass sowohl der Beitrag der Geographie zur Allgemeinbildung als auch ihr Anteil an der Vorbereitung für das private und öffentliche Leben gewährleistet werden kann.

Zeitbudget

Der Geographie sollte ein Zeitbudget zugebilligt werden, das den anderen Kernfächern des Curriculums entspricht. Die Stundentafel sollte regelmäßige Unterrichtsstunden das ganze Jahr hindurch vorsehen, aber auch die Möglichkeit größerer Zeitblöcke für Projekte und Geländestudien gewährleisten.

Lehr- und Lernmaterial

Der Einsatz traditioneller und neuer Medien ist Voraussetzung, um den Schüler/innen ein realistisches Bild der Erde geben zu können. Geographie kann nicht länger als ein wenig kostenverursachendes Fach angesehen werden. Solche Länder, die ihre Lehrmaterialen nicht finanzieren können, sollten durch Geographielehrer/innen und Schüler/innen reicherer Länder unterstützt werden.

Geographie: Ein Fach für alle

Geographie spielt eine bedeutende Rolle in der Bildung und Erziehung aller Menschen. Die Curriculumplaner sollten Schüler/innen mit besonderen Begabungen oder Behinderungen - ebenso den sich ändernden Interessen und Fähigkeiten auf den verschiedenen Altersstufen besondere Aufmerksamkeit schenken.

Während viele Aspekte der geographischen Erziehung allen Stufen gemeinsam sind, ändern sich die Akzente von der Primarstufe über die Sekundarstufe und Hochschule bis hin zur Berufs-, Erwachsenen- und Weiterbildung.

Primarstufe

Kinder lieben es, ihre Umgebung zu entdecken. Sie lernen im Tun und sind sehr offen neuen Erfahrungen gegenüber. Deshalb sollte auch der Unterricht über andere Kulturen, Lebensstile und Räume schon auf dieser Stufe beginnen. So trägt die geographische Erziehung zu den Grundideen der "Erklärung der Rechte des Kindes" bei, wo es heißt: "... Das Kind soll sich eines besonderen Schutzes erfreuen und die Möglichkeit erhalten, durch Gesetz und andere Maßnahmen abgesichert, sich körperlich, geistig, moralisch, kulturell in einer gesunden und normalen Weise und unter den Bedingungen von Freiheit und Würde zu entwickeln."

Sekundarstufe

Wenn die Schülerinnen und Schüler heranwachsen, steigt ihre Fähigkeit, abstrakt zu denken. Praktische Erfahrung sollte jedoch mit der Zunahme abstrakter Informationsquellen verbunden bleiben.

Die Orientierung an der Zukunft der Weltgemeinschaft erfährt eine besondere Beachtung. Um die Trennung von Wissen und Verhalten zu überbrücken und zur Umweltkompetenz, zum regionalen und nationalen Engagement sowie zur multikulturellen und internationalen Solidarität zu führen, sind vermehrte Anstrengungen notwendig.

Hochschule

Viele derjenigen, die eine Hochschulbildung erfahren, werden später entscheidende Schlüsselrollen in der Gesellschaft übernehmen, die nationale und internationale Kenntnisse sowie eine angemessene Umweltkompetenz erfordern. Welches Fachgebiet auch immer, alle Hochschulstudien sollten Geographiekurse einschließen, um die geographische Bildung der Graduierten sicherzustellen. Dies ist besonders für diejenigen wichtig, die beabsichtigen, Lehrer zu werden. Für Geographielehrer ist es von Vorteil, eine zweite Sprache zu beherrschen.

Berufs-, Erwachsenen- und Weiterbildung

Geographische Bildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung der Menschen für ihr tägliches Leben. Als Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Verbraucher und Bürger müssen alle Menschen die internationalen und Umwelteinflüsse ihrer Entscheidungen abschätzen können. Nur auf diese Weise ist internationale Kooperation, eine dauerhafte Entwicklung im ökologischen Gleichgewicht und eine gerechte Weltordnung zu erwarten.

Diesem Zusammenhang sollte durch die Aufnahme der Geographie in die Berufs-, Erwachsenen- und Weiterbildung bzw. durch ein lebenslanges Lernen des Individuums Rechnung getragen werden.

 

Geographiedidaktische Forschung

Geographiedidaktische Forschung hat die Funktion, die geographische Erziehung in der Primar- und Sekundarstufe, in der Hochschule, der Berufs- und Erwachsenenbildung zu verbessern. Sie sollte auch zur Entwicklung allgemeiner Lehr- und Lerntheorien beitragen. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, sowohl Grundlagenforschung als auch angewandte Forschung zu betreiben.

Grundlagenforschung beschäftigt sich mit der Entwicklung von Basistheorien der geographischen Erziehung. Ein Beispiel dafür ist, den Zusammenhang zwischen geographischem Wissen einerseits und Einstellungen zu Problemen, Menschen und Umwelt andererseits zu analysieren.

Angewandte Forschung beschäftigt sich mit der Entwicklung einer geeigneten Praxis der geographischen Bildung, um z. B. Lehrmethoden und -materialien für folgende Felder zu entwickeln:

- neue Informationstechnologie,

- Umwelt- und entwicklungspolitischer Unterricht,

- multikulturelle und globale Erziehung.

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschenden, Lehrenden und Bildungsinstitutionen sollte die Auswahl der Forschungsfragen und -wege optimieren. Ebenso sollten neue Forschungsergebnisse eine angemessene Anwendung in der Praxis erfahren.

Methoden

Forschung ist ein wichtiger Aspekt der geographischen Erziehung auf allen Stufen. Während empirische Forschung vorwiegend durch Hochschulen und Universitäten durchgeführt wird, kann auch Handlungsforschung von Lehrer/innen einen Beitrag zu Entwicklung und Erprobung von Lehrprogrammen, Unterrichtsformen und Lehrmaterialien beitragen.

Eine breite Palette der qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden stehen zur Verfügung.

Sie umfassen:

• Handlungsforschung,

• empirische Forschung und

• hermeneutische Forschung.

Die Wahl der Methode ist abhängig von der Struktur der Forschungsthematik bzw. -frage.

 

Internationale Kooperation

Die geographische Erziehung leistet einen einzigartigen Beitrag zur internationalen Erziehung. Um diese durch internationale Zusammenarbeit zu fördern, sollten alle geographischen Erzieher/innen die Ziele der Helsinki Vereinbarung (1977) unterstützen. Diese enthalten den bi- und multilateralen Austausch von Erfahrungen mit Lehrmethoden auf allen Stufen der Allgemeinbildung, der Berufs- und Weiterbildung - aber auch den Austausch von Lehrmaterialien, von Forschungsergebnissen bei der Curriculumentwicklung, der Pädagogik, der Bewertungsmethoden und der Fachtheorie. Geographiedidaktiker/innen und Geographielehrer/innen aller Länder wird empfohlen, einen solchen internationalen Austausch in die Tat umzusetzen und zwar durch die Mitarbeit in der Kommission Geographische Erziehung der Internationalen Geographischen Union und durch die vielen internationalen Institutionen und Forschungsprojekte, die eine starke geographische Bildungsrelevanz aufweisen und im Anhang A dieser Charta aufgelistet sind.

 

Proklamation

Diese Internationale Charta wurde von der Kommission Geographische Erziehung der Internationalen Geographischen Union entworfen, mit geographischen Erzieher/innen aus allen Teilen der Erde diskutiert und während des 27. Internationalen Geographen Kongresses in Washington, D.C., U.S.A. im August 1992 von der Generalversammlung der Internationalen Geographischen Union angenommen.

Auf dieser Grundlage proklamiert die Kommission Geographische Erziehung der Internationalen Geographischen Union diese Charta und empfiehlt sie allen Regierungen und Völkern der Erde als Basis für die Verwirklichung einer sachgerechten geographischen Erziehung in ihren Ländern.

 

Prof. Dr. Hartwig Haubrich
Chair, International Geographical Union
Commission on Geographical Education
Paedagogische Hochschule Freiburg
Geography Department, Kunzenweg 21
D 7800 Freiburg/Germany

 

                            UNESCO United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation

                            UNEP United Nations Environmental Programme       

                             IEEP International Environmental Education Programme

                            ISEE International Society for Environmental Education

                            MAB "Man and the Biosphere" Programme of UNESCO

                             ERIC Educational Research and Information Centre

                              INTERNATIONAL AND NATIONAL GEOGRAPHY ASSOCIATIONS.

Full Members

Die folgenden Full Members der Periode 1988 - 92 sind die Hauptverantwortlichen für diese Charta:

Chairperson

Prof. Dr. Hartwig Haubrich,
Geography Department
Paedagogische Hochschule Freiburg
Kunzenweg 21 D 7800 Freiburg
Germany

Secretary

Dr. Savita Sinha
C 5/3, SFS Flats
Saket,
New Delhi - 1100/7 India

Full Members

Dr. Suresh Garsole
Maharashtra State Bureau of
Textbook Production "Balbharati"
Senapati Bapat Marg, Pune-411 004
India

Prof. Dr. Rod Gerber
School of Social, Business and
Environmental Education
QUT, Kelvin Grove Campus
Locked Bag No 2, Red Hill
Brisbane, Queensland 4059
Australia

Prof. Patricia Green-Milberg
Geography Department
John Abbot College, Box 2000
St. Anne de Bellevue
Quebec H9X 3L9
Canada

Dr. Erisa Kyagulanyi †
Department of Social Sciences
Institute of Teacher Education
P.O.Box 1 Kyambogo
Kampala
Uganda

Prof. Dr. Vladimir Maksakovsky
Moscow State Pedagogical University
Geographical Faculty
Kibalchicha 6, build. 4
Moscow
USSR

Dr. Michael Morrissey
Geography Department,
School of Education
University of The West Indies
Mona, Kingston 7
Jamaica

Mr. Michael Naish, Sen. Lecturer
Institute of Education
University of London, Bedford Way
London WC 1H OAL
UK

Dr. Julie Okpala
Department of Education
University of Nigeria
Nsukka
Nigeria

Prof. Dr. Joseph Stoltman
Geography Department
Western Michigan University
Kalamazoo, Michigan 49008
USA

Prof. Dr. Lan-sheng Zhang
Geography Department
Beijing Normal University
Beijing
China

Die Kommission dankt den vielen Mitgliedern aus allen Teilen der Erde, welche Beiträge zur Entwicklung der Charta geleistet haben, aber wegen der großen Zahl nicht alle genannt werden können.

Regional Correspondents

Die folgenden Regional Correspondents der Periode 1992 - 96 werden offiziell beauftragt, die Charta im Auftrag der Kommission Geographische Erziehung der Internationalen Geographischen Union in ihren Regionen zu verbreiten.

Albanie: Perikli Qiriazi

Australia: Rod Gerber

Australia: John Lidstone

Austria: Franz Forster

Austria: Wolfgang Sitte

Bangladesh:  Mesbah-us-Saleheen

Belgium: Modest Goosens

Belgium:  Anne Verhetsel

Brazil: Marcus Mucciolo

Brazil: David Márcio S. Rodrigues

Brunei: Anny Dyg Arbi

Bulgaria:  Dimitar P. Kanchev

Burma: Daw Thin Kyi

Bhutan: Deki C. Gyamtso

Canada: Patricia Green-Milberg

Canada: Paul F. Thomas

China: Lan-Sheng Zhang

Costa Rica: Rosa, E., Licda Grenas

Czech Republic: Hana Kühnlova

Denmark: Ove Biilman

Egypt: Halim Ibrahim Grais

England: Michael Naish

Estonia: Kalev Sepp

Finland: Hannele Rikkinen

France: Maryse Clary

France: Lucile Marbeau

Germany: Hartwig Haubrich

Greece: Apostolos Katsikis

Hong Kong: Philip G. Stimpson

Hungary: Ferenc Probald

Iceland: Tryggvi Jakobsson

India: Suresh Garsole

India: Savita Sinha

Ireland: Desmond Gillmor

Israel: Yoram Bar-Gal

Italy:  Alberto Melelli

Jamaica: Michael Morrissey

Japan: Ryoichi Matsumura

Japan: Shuishi Nakayama

Kenya: Johnson Malinda

Korea: Sung-Il Jung

Lithuania: Stasys Vaitek_nas

Luxembourg: Georges Hengesch

Malaysia: Tunku Shamsul Bahrin

Mexico: Maria Isabel Lorenzo Villa

Mozambique: Maria Isabel Coelho

New Zealand: P.C. Forer

New Zealand: John Macaulay

Nigeria: Julie Okpala

Norway: Oivind Rodevand

Peru: Miguel A. Vega Castro

Philippines: Telseforo W. Luna

Poland: Maria Wilczynska-Woloszyn

Portugal: Helder Dinis de Sousa

Portugal: Manuela Ferreira

Republic of Singapore: Siew-Hong Ang

Republic of Singapore: Sze Onn Yee

Romania: Octavian Mandrut

Russia: A. Kondakov

Russia: Vladimir Maksakovsky

Scotland: O.V. Dulop

South Africa: Mike Smit

South Africa: Norman Tait

Spain: Agustin Hernando

Slovak Republic: Vladimir Drgoña

Slovenia: Jurij Kunaver

Sweden: Solveig Martensson

Sweden: Margit Werner

Switzerland: Klaus Aerni

Switzerland: Michael Tschanz

Thailand: Wansiri Dejakupta

The Gambia: Nuha Yaya Jammeh

The Netherlands: Joop van der Schee

The Netherlands: Hans van Westrhenen

Trinidad and Tobago: Vena Jules

USA: David Hill

USA: Joseph Stoltman

Venezuela: Maria Giovannina de Barroso

Wales: Michael Williams

Zambia: Kenneth A.M. Kapansa

 

Anhang C: Übersetzungen

Die englische und französische Version sind die offiziellen Versionen dieser Charta.

Die folgende Seite enthält die Sprachversionen, die bereits oder in Kürze erhältlich sind, sowie die Kommissionsmitglieder, die die englische Version in ihre Muttersprache übersetzt haben:

 Japanese

Nakayama, Shuichi Prof. Dr.

Faculty of Education

Hiroshima-University

1-1-2, Kagamiyama

 

Hungarian

Probáld, Ferenc Prof. Dr.

Eötvös Lóránd Univers.

Kun Bela tér 2

1083 Budapest VIII, Hungary

 

Portuguese

Ferreira, Maria Manuela Dr.

Rua de Entrpcampos 58-3E

1700 Lisboa

Portugal

 

 

Spanish

Hernando, Agustin Dr.

Department of Geography

University of Barcelona

Barcelona

Spain

 

 

Slovenian

Kunaver, Jurij Prof. Dr.

Department of Geography

University of Ljubljana

Slovenia

 

Hebrew

Bar-Gal, Yoram Prof.

Geography Department

Haifa University

Haifa, Israel

 

Bulgarian

Kanchev, Dimitar P. Dr.

Uladost-III, block 327,1, ap. 36

Sofia-1112

Bulgaria

 

Romanian

Mîndru_, Octavian Dr.

Institute for Educational Sciences

37 Stirbei Voda str.

RO-70732 Bucharest

Romania

 

Swedish

Werner, Margit Ph.D.

Göteborg University

Dep. of Physical Geography

Reutersgatan 2 C

S - 41320 Göteborg

Sweden

 

Polish

Wilczynska-Woloszyn, Maria Dr.

University of Warsaw

ul. Burgaska 6 m 114

02-757 Warszawa

Poland

 

Italian

Melelli, Alberto Prof. Dr.

Istituto Plicattedra di Geografia

Universita di Perugia

Via del Fagiano 6

Perugia

ITALY

 

Russian

Prof. Dr. Alexander Kondakov

Moscow State Pedagogical University

M. Pirogovskaya 1.

119882 Moscow

Russia

 

 

Chinese

Yee-Wang Fung Prof. Dr.

School of Education

Chinese University of Hong Kong

Shatin N.T.

Hong Kong

 

Czech

Kühnlova, Hana, Dr.

Faculty of Science

Charles University

Albertov 6

12843 Praha 2

Czech Republic

 

Bengali

Mesbah-us-Saleheen, Prof.

Jahangirnager University

Savar Dhaka

Bangladesh

French

Clary, Maryse Dr.

Institut Universitaire de Formation

des Maîtres (IUFM)

2-8, rue Jules Isaac

1300 Aix-en-Provence

France

 

Finnish

Rikkinen, Hannele Ph.D.

Department of Education

University of Helsinki

Ratakatu 2

SF-00120 Helsinki

Finland

 

German

Hartwig Haubrich, Prof. Dr.

Paedagogische Hochschule Freiburg

Kunzenweg 21

7800 Freiburg

Germany

 

Greek

Apostolos Katsikis, Dr.

Kapodistriou 40

Ioannina 453 32

Greece

 

 

 

English

formulated by:

International Geographical Union/

Commission on Geographical

Education

 

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