Grundlehrplan Geographie
Ein Vorschlag

Veröffentlicht mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Geographie e.V.

Den vollständigen Text erhalten Sie auf Anforderung beim Verband Deutscher Schulgeographen,
Breslauer Straße 34, 75015 Bretten, Tel. (07252) 957336, Fax (07252) 957337,
Veröffentlicht mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Geographie e.V.

Den vollständigen Text erhalten Sie auf Anforderung beim Verband Deutscher Schulgeographen,
Breslauer Straße 34, 75015 Bretten, Tel. (07252) 957336, Fax (07252) 957337,
schallhorn@erdkunde.com

 

Vorwort

Der Verband Deutscher Schulgeographen begrüßt und unterstützt alle Anstrengungen, im föderativen Rahmen der Bundesrepublik Deutschland die grundlegende Gemeinsamkeit und Vergleichbarkeit der Bildungsinhalte und Beurteilungskriterien an den Schulen anzustreben und zu sichern. Um Überlegungen und Entscheidungen der für das deutsche Bildungswesen verantwortlichen Persönlichkeiten und Institutionen zu erleichtern, wird der vorliegende Grundlehrplan Geographie als Orientierungshilfe angeboten.

Diesen Grundlehrplan erarbeitete ein Ausschuß des Verbandes Deutscher Schulgeographen. Ihm gehörten an: Dr. Egbert Brodengeier (Dresden), StD Dr. Frank-Michael Czapek (Hannover), OStD Dr. Günter Kirchberg (Speyer), StD Dr. Dieter Richter (Hannover), StD Dr. Eberhard Schallhorn (Bretten). Herr Dr. Kirchberg übernahm als Fachreferent für Lehrplanfragen des Verbandes Deutscher Schulgeographen die besondere Belastung der federführenden Betreuung der Ausschußarbeit auf sich.

Der vorliegende Grundlehrplan fand das Votum des Gesamtvorstandes des Verbandes Deutscher Schulgeographen.

Der Grundlehrplan Geographie für die Klassen 5 - 10 soll der heranwachsenden Generation helfen, Einsichten in die Wirklichkeit zu gewinnen. Er fördert damit ihre Erziehung zu verantwortungsbewußten und aktiven Bürgern in einer sich verändernden Welt, er erläutert Intentionen geographischer Bildung und Umwelterziehung im Rahmen der allgemeinen und politischen Bildung in der Bundesrepublik Deutschland.

Regensburg, im Oktober 1998

Dr. Dieter Richter
1. Vorsitzender des Verbandes Deutscher Schulgeographen

   

1. Vorbemerkung

Diese Empfehlungen für den Geographieunterricht in den Klassen 5-10 sind als Fortschreibung des 1980 vom Zentralverband der Deutschen Geographen herausgegebenen "Basislehrplans" zu sehen. Sie sollen als Rahmen und Grundsätze für eine differenzierte Ausgestaltung in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland dienen.

Eine Fortschreibung des Basislehrplans von 1980 war aus mehreren Gründen notwendig geworden:
- Der Geographieunterricht muß vielfältige Veränderungen und Entwicklungen aufnehmen. Die Geographielehrpläne sind grundsätzlich für neue Impulse und Entwicklungen offenzuhalten.
- Die Lehrpläne der Länder weichen voneinander ab, ohne daß dazu eine pädagogische oder sachliche Notwendigkeit besteht. Ein Grundkonsens soll den gemeinsamen Nenner verdeutlichen.
Mit der Vereinigung Deutschlands sind Länder mit einer anderen, stärker regionalen Lehrplantradition zu den bisherigen dazugekommen. Deren Konzeption und Erfahrungen von Geographieunterricht müssen in einen Grundkonsens eingebunden werden.
- Bestrebungen, den eigenständigen Geographieunterricht in Integrationsfächern oder Lernbereiche aufgehen zu lasen, soll begegnet werden. Dies geschieht hier mit einem plausiblen fachbezogenen Konzept und im Zusammenhang mit der internationalen Entwicklung.
 
Bestrebungen, den eigenständigen Geographieunterricht in Integrationsfächern oder Lernbereiche aufgehen 
Neue Impulse erfährt der Geographieunterricht durch veränderte Voraussetzungen und Bedingungen:
(...)
(Text wird wieder eingefügt)sammenhänge unverzichtbare Werkzeuge für Information und Kommunikation. Sie anwenden zu können, ist ein Element zukunftsorientierter Allgemeinbildung, zu der Geographieunterricht 

2. Der Bildungsauftrag des Geographieunterrichts

Die Rahmenbedingungen des Unterrichts sind gegenwärtig durch veränderte Lebens- und Alltagswelten von Kindern und Jugendlichen sowie durch Herausforderungen der sich entwickelnden Wissensgesellschaft gekennzeichnet.

Solche Herausforderungen ergeben sich aus

- der exponentiellen Entwicklung der Weltbevölkerung,
- der zunehmenden Globalisierung immer neuer Lebensbereiche,
- den sich verschärfenden globalen Disparitäten,
- der zunehmenden weltweiten Migration,
- der erkennbaren ökologischen Labilität,
- der europäischen Integration,
- der Vereinigung Deutschlands.

Dem entspricht der Geographieunterricht durch globale, internationale und ökologische Erziehung sowie durch Europa- und Deutschlandbildung. Dabei werden Erfahrungs-, Deutungs- und Orientierungskompetenz für den Umgang der Menschen untereinander und mit der Erde vermittelt. Im Geographieunterricht erfahren die Schülerinnen und Schüler die Erde als eine nicht vermehrbare Lebensgrundlage, mit der verantwortungsbewußt umzugehen ist. Sie gewinnen dabei Kenntnisse und Grundeinsichten über Wechselwirkungen zwischen Mensch und Raum; ihnen wird bewußt, daß der Mensch seinem Wesen nach Teil und Gestalter seines Lebensraumes ist.

Dazu entfaltet Geographieunterricht ein wissenschaftlich fundiertes Bild von der Erde und vermittelt Kenntnisse vom Ökosystem Mensch-Erde. Er entwickelt geographische Grundeinsichten (Wissen) und Grundfertigkeiten (Können) sowie Orientierungshilfen zu verantwortlichem landschaftsräumlichen Verhalten und zu Einsichten in die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit.

Geographieunterricht ist gegenwartsbezogen und zukunftsorientiert, schließt aber auch die historisch-genetische Betrachtung der Geosphäre und der Landschaftsräume ein. Die lebensbedeutsamen Inhalte und Methoden des Geographieunterrichts führen im ethischen Bereich der Einstellungen und des Wertens zu Toleranz und Verantwortung. Auch damit leistet der Geographieunterricht einen dem Grundgesetz und den Länderverfassungen entsprechenden Beitrag zur allgemeinen Bildung.

3. Zielsetzungen des Geographieunterrichts

Die Ziele des Geographieunterrichts wurden in der "Internationalen Charta der Geographischen Erziehung" (Kommission Geographische Erziehung der Internationalen Geographischen Union 1992) beschrieben. Kenntnisse, Fähigkeiten und Einstellungen gehören im ganzheitlichen Bildungsprozeß zusammen. Sie werden in der Charta in drei Gruppen zusammengefaßt:

Kenntnisse und Verstehen

- von Orten und Räumen, um nationale und internationale Ereignisse in einen geographischen Rahmen einordnen und grundlegende räumliche Gegebenheiten und Beziehungen verstehen zu können;
- wichtiger natürlicher Systeme der Erde (Landformen, Böden, Wasserkörper, Klimate, Vegetation), um die Interaktion innerhalb und zwischen Ökosystemen verstehen zu können;
- wichtiger sozioökonomischer Systeme (Landwirtschaft, Siedlung, Transport, Industrie, Handel, Energie, Bevölkerung, Staaten), um Einsicht in Orte und Räume zu erhalten;
- von Verschiedenheiten der Völker und Gesellschaften auf der Erde, um die kulturelle Vielfalt der Menschheit zu erfahren;
- von Strukturen und Prozessen in Heimatregion und Heimatland als dem täglichen Handlungsraum sowie
- von Herausforderungen und Chancen globaler Abhängigkeiten.

Fähigkeiten zur

- Nutzung quantitativer und qualitativer verbaler, bildhafter und symbolischer Informationsformen wie Texte, Bilder, Graphik, Tabellen, Diagramme und Karten;
- Anwendung von Methoden wie Feldbeobachtung und -kartierung, Interwiew, Interpretation von Quellen und Anwendung von Statistik;
- Anwendung von kommunikativen, kognitiven, praktischen und sozialen Fähigkeiten, um geographische Fragen lokalen bis globalen Maßstabs stellen und beantworten zu können.

Ein derartig entdeckendes Verfahren ermöglicht

- Fragen und Probleme zu erkennen;
- Informationen zu sammenln und zu strukturieren;
- Daten zu bearbeiten, zu interpretieren und zu bewerten;
- Regeln zu erarbeiten und anzuwenden;
- Urteile zu fällen;
- Entscheidungen zu treffen;
- Lösungsmöglichkeiten zu erörtern;
- sich kooperativ zu verhalten;
- den Erkenntnissen entsprechend zu handeln.

Einstellungen, Werte und Verhalten

Schülerinnen und Schüler werden durch den Geographieunterricht befähigt

- Interesse an ihrem Lebensraum und an der Viefalt der natürlichen und kulturellen Erscheinungen auf der Oberfläche der Erde zu nehmen;
- die Schönheit der natürlichen Welt und die Verschiedenheit der Lebensbedingungen der Menschen zu schätzen;
- die Umwelt auch als den Lebensraum zukünftiger Generationen zu bewahren;
- die Bedeutung von Werten und Einstellungen bei Entscheidungsfindungen zu verstehen;
- geographische Kenntnisse und Fähigkeiten im privaten, beruflichen und öffentlichen Leben angemessen zu nutzen;
- die Gleichberechtigung aller Menschen zu respektieren;
- sich für die Lösung lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Probleme auf der Basis der "Universellen Erklärung der Menschenrechte" (Vereinte Nationen 1948) zu engagieren.

4. Inhalte geographischer Bildung

Topographische Orientierung

Inhalte topographischer Orientierung sind die Namen und die Lage geographischer Objekte sowie ihre Lagebeziehungen. Die Einsicht in die mit ihnen verbundenen räumlichen Dimensionen ist die Grundlage dafür, einen Raum wahrnehmen, ihn sich vorstellen, sich in ihm orientieren und geographische Kenntnisse über ihn ermitteln zu können. Die Erarbeitung topographischer Inhalte ist eng verknüpft mit der Einübung topographischer Fertigkeiten wie Kartenlesen als Kulturtechnik der mobilen Gesellschaft und zur selbständigen räumlichen Orientierung.

Zu den Unterrichtsinhalten, die Fähigkeit und Fertigkeit zur topographischen Orientierung vermitteln, gehören insbesondere

- die Planetennatur der Erde,
- das Gradnetz, der Gebrauch von Kompaß und Karte als Orientierungshilfen,
- die Lage und Verteilung der Kontinente und Ozeane,
- das Großrelief der Erde, die Klima- und Vegetationszonen, die Bevölkerungsverteilung,
- die Topographie exemplarisch ausgewählter Staaten,
- die Topographie Europas und Deutschlands,
- die Topographie des Nahraums.

Physische Geographie

Inhalte physisch-geographischen Unterrichts sind natürliche Vorgänge in der Geosphäre und ihre Naturgesetzmäßigkeit. Physisch-geographischer Unterricht bezieht Inhalte aus den geowissenschaftlichen Nachbardisziplinen (z.B. Geologie, Meteorologie, Bodenkunde) ein. Außerdem werden die naturwissenschaftlichen Disziplinen Physik, Chemie und Biologie fachübergreifend und fächerverbindend berücksichtigt. Unterricht physisch-geographischer Inhalte führt zur Kenntnis der Grenzen, die die Naturgesetze den Möglichkeiten des Menschen setzen. Damit soll den Schülerinnen und Schülern bewußt werden, daß der Mensch bei der Nutzung der Erde das Prinzip Nachhaltigkeit beachten muß. Nur so ist es möglich, Bereitschaft für die Erhaltung der Lebensgrundlagen der folgenden Generationen zu übernehmen. Der Unterricht physisch-geographischer Inhalte trägt in besonderem Maße zur Erziehung zu umweltbewußtem und umweltgerechtem Verhalten bei.

Zu den physisch-geographischen Unterrichtsinhalten gehören vorrangig

- Physiognomie und Genese natürlicher Landschaften und Landschaftszonen,
- Dynamik der Erde, die Plattentektonik und daraus erwachsende Naturgefahren,
- Stoffkreisläufe auf der Erde und ihre Bedeutung für den Menschen,
- Lagerstätten und Ressourcen,
- planetarische Zirkulation der Atmosphäre und das Klima,
- Strömungsdynamik der Weltmeere und ihre Einflüsse auf die Festländer,
- Wasserhaushalt der Erde und ihrer Regionen,
- Böden als Grundlage für die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung,
- aktuelle Wechselwirkungen zwischen Geosphäre und Biosphäre,
- geoökologische Auswirkungen auf regionale Lebensbedingungen.

Kulturgeographie

Inhalte des kulturgeographischen Unterrichts sind das Handeln und Verhalten des Menschen unter den Einflüssen von sozialen, technischen und politischen Entwicklungen sowie von Geschichte und Tradition, ethnischer Bindung und Religion. Kulturgeographischer Unterricht vermittelt den Schülerinnen und Schülern damit Kenntnisse über sozioökonomische Prozesse und Strukturen in unterschiedlichen Staaten und Kulturräumen sowie begründete Einsicht in die Verschiedenartigkeit von menschlichen Gemeinschaften. Zusammen mit den Kenntnissen der physisch-geographischen Gegebenheiten führt er zum Verständnis von der jeweiligen Verschiedenartigkeit des Lebens in den Großräumen der Welt. Damit wird ein Beitrag dazu geleistet, Vorurteile zu verhindern und Fremdes zu verstehen. Der kulturgeographische Unterricht ist somit Teil der Friedenserziehung.

Zu den kulturgeographischen Inhalten gehören insbesondere

- Physiognomie und Genese von Kulturlandschaften,
- das Verhalten und das Wirtschaften bestimmende Wertvorstellungen,
- Strukturen und Prozesse in der Wirtschaft,
- Qualität von Standorten,
- regionale Auswirkungen der Globalisierung,
- Probleme und Verfahrensweisen von Raumordnung und Raumplanung,
- Entwicklung, Struktur und Dynamik von Prozessen in städtischen und ländlichen Landschaftsräumen,
- Verkehrsströme und Verkehrsnetze,
- sozioökonomische Strukturen und Prozesse in Staaten unterschiedlichen Entwicklungsstandes,
- Weltwirtschaft und internationale Zusammenschlüsse.

Regionale Geographie

Inhalte des regionalgeographischen Unterrichts sind Landschaftsräume in unterschiedlichen Maßstäben. An ihnen können physisch- und kulturgeographische Inhalte in ihrem komplexen Zusammenwirken verdeutlicht und erklärt werden.

Regionalgeographische Inhalte führen sowohl zu exemplarichen Einsichten in Genese, Funktionen und Struktur von Raumeinheiten als auch zu Kenntnissen über ihre jeweilige Eigenheit. Regionalgeographische Inhalte vermitteln den Schülerinnen und Schülern Kenntnisse über Einheit und Vielfalt der Welt.

Die Auswahl der Raumbeispiele muß alle Großräume der Erde angemessen einbeziehen.

5. Prinzipien des Geographieunterrichts

· Geographieunterricht ist integrativ

Unterricht in Geographie ist nicht nur gebunden an die Fachwissenschaft der Geographie. Er bezieht auch die zahlreichen und verschiedenen Bezugswissenschaften der Geographie ein, die nicht durch Unterrichtsfächer in den Schulen vertreten sind wie Geologie, Klimatologie, Agrarwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Raumplanung oder Völkerkunde. Unterricht in Geographie integriert Fachinhalte, Fachmethoden und Fachsprachen dieser Disziplinen.

· Geographieunterricht ist fachoffen

Unterricht in Geographie ist bestrebt, durch eine die Fachgrenzen überschreitende Sichtweise die Ganzheit lokaler, regionaler und globaler Phänomene zu vermitteln. Dieses Ziel liegt im Wesen des Fachs. Auf der Grundlage fachbezogener Kenntnisse und Methoden können Gegenstände aus unterschiedlicher Perspektive in Kooperation mit anderen Schulfächern behandelt werden, z.B. in der Geoökologie mit dem Schulfach Biologie, in der Klimageographie mit dem Schulfach Physik, in der Geographie der Staaten unterschiedlichen Entwicklungsstandes mit dem Fach Gemeinschaftskunde/Sozialkunde/Politik.

· Geographieunterricht ist aktuell

Globalisierung, europäische Integration, nachhaltige Entwicklung, multikulturelles Zusammenleben, Klimaveränderungen... Unterricht in Geographie greift aktuelle Phänomene auf und versucht in fachbezogenem wie fachübergreifendem Lernen Weltkenntnis und Weltverständnis zu vermitteln und auf künftige Entwicklungen vorzubereiten.

· Geographieunterricht vermittelt Werte

Seinen Inhalten entsprechend ist der Unterricht in Geographie bestrebt, Interesse und Verantwortung für den eigenen Lebensraum und die Qualität der Umwelt zu wecken. Unterricht in Geographie schärft das Empfinden für den Wert der natürlichen Welt und das Vermögen, die Verschiedenheit der Lebensbedingungen der Menschen einschätzen zu können.

Unterricht in Geographie bemüht sich, inhaltliche Grundlagen zum Verstehen fremder Kulturen und anderer Staaten zu vermitteln und damit Völkerverständigung möglich zu machen.

· Geographieunterricht bezieht den Alltag ein

Belange des Alltags, unmittelbares Erleben und Empfinden fließen in den Unterricht ein, wenn es z.B. darum geht, Baumaßnahmen vor Ort in ihrem stadtgeographischen Zusammenhang zu sehen, eine Wetterlage zu verstehen, einer Schulpartnerschaft den landeskundlichen Hintergrund zu geben. Unterricht in Geographie will Schülerinnen und Schülern in alltäglichen Situationen und in direkter Konfrontation mit ihrem Lebensumfeld erreichen.

· Geographienturricht ist praxisbezogen

Unterricht in Geographie ist nicht nur theoretisch und er findet nicht nur im Schulgebäude statt. Methoden der Fachwissenschaft und der Bezugswissenschaften werden auch in außerschulischen Lernorten in schülergerechter Reduktion vermittelt und angewandt. Bodenproben, Kartierungen, Verkehrszählungen, Befragungen und andere fachbezogene Methoden tragen zur Erweiterung von Kenntnissen und Fertigkeiten bei.

· Geographieunterricht ist anschaulich

Unterricht in Geographie basiert auf vielfältigen Materialangeboten, vor allem durch Karten, Texte, Fotos, Bilder, Modelle, Graphiken, Statistiken. Er vermittelt grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten, mit Materialien umzugehen und somit auch Informationen bewältigen zu können. In dieser Weise vermag Geographieunterricht dazu beizutragen, Techniken zu erlernen, um die Informationsflut zu bündeln und um selektiv wahrzunehmen. An einigen Materialien zu verweilen und sie mit Tiefe auszuwerten, fördert die Fähigkeit des Erkennens und die sachliche Durchdringung der Lehrinhalte.

· Geographieunterricht ist sprachbildend

Der geographische Gegenstand fordert und fördert sprachliches Vermögen durch die Notwendigkeit zur sachlogischen Aussage und Verknüpfung. Damit leistet Unterricht in Geographie einen Beitrag im fächerverbindenden Lernen. Vor allem im Umgang mit Karten, Graphiken und Statistiken muß der Schüler/die Schülerin auf eine fachlich gut ausgebildete Vermittlungs- und Darstellungsfähigkeit zurückgreifen, zumal diese Materialvorlagen keine konkrete Sprachvorgabe anbieten, die paraphrasierend genutzt werden können.

· Geographieunterricht ist handlungsbezogen

Unterricht in Geographie ist in hohem Maße geeignet, Schülerinnen und Schüler zur Eigentätigkeit anzuregen und im konkreten Handeln zu befähigen. Angesichts seiner inhaltlichen Angebote kann Unterricht in Geographie auch in offeneren Formen praktiziert werden. Insbesondere Unterrichtsprojekte mit Feldarbeit fördern sowohl Eigenständigkeit als auch Sach- und Gruppenverantwortung.

· Geographieunterricht ist wissenschaftspropädeutisch

Unterricht in Geographie vermittelt grundlegende Verfahrens- und Erkenntnisweisen. Indem er von der Anschauung zur Abstraktion führt, zeichnet er auch Wege wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens nach. Zugleich ist er durch seine Gegenstände wissenschaftsnah, die zu einem fundierten Bild der Erde verhelfen.

· Geographieunterricht ist medien- und informationskritisch

Unterricht in Geographie ist außerordentlich medienintensiv: mit vielfältiger medialer Information wird "die Welt" in das Klassenzimmer geholt. Dabei wird den Schülerinnen und Schülern bewußt, daß diese Informationen stets selektiv und mehr oder weniger subjektiv sind. Es ist geradezu eine Aufgabe des Geographieunterrichts, den kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien und Informationen zu fördern.

8. Die Lehrplankonzeption

8.1 Zum Aufbau

Der Grundlehrplan geht von durchgehend zwei Wochenstunden Geographieunterricht für alle Schularten und Schuljahre in der Sekundarstufe I aus. Dieser Zeitansatz ist die Voraussetzung dafür, daß die Schülerinnen und Schüler die für das Weltverstehen und die Alltagsbewältigungen notwendigen geographischen Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben können.

Zugleich füllt der Grundlehrplan diesen Zeitrahmen nicht vollständig mit Inhalten aus. Zum einen läßt er Möglichkeiten für eine länder- und schulartenbezogene differenzierte Ausgestaltung, zum anderen ist er offen z.B. für lokale und regionale Belange, für Schülerinteressen, für die Behandlung aktueller Ereignisse und für handlungsorientierte Arbeitsweisen.

In der Konzeption bietet der Grundlehrplan eine Stufenfolge geographischen Unterrichts in der Sekundarstufe I, die vom Einfacheren zum Komplexeren fortschreitet. Für eine solche Gliederung reicht es nicht aus, Themen und Räume aneinander zu reihen, vielmehr bedarf ein solches Gesamtkonzept einer plausiblen Verankerung der Stufen und Schritte. Sowohl eine logische Abfolge als auch eine ausreichende Trennschärfe zwischen den Klassenstufen sollen gesichert sein.

Deshalb werden den einzelnen Klassen nicht nur Stufenziele sowie regionale und thematische Schwerpunkte zugeordnet, sondern auch vorherrschende Raumeinheiten und Betrachtungsweisen. Dieses Gerüst ist in Zweijahresstufen ausdifferenziert, damit es offen für landesspezifische Festlegungen bleibt.

Die Übersichten (siehe 8.2 und 8.3) geben die Stufung im Überblick wieder. Im Teil 6.4 wird der Lehrplan stärker entfaltet und dort auch mit konkreten Themenbeispielen verknüpft. Diese Themenbeispiele sollen die regionalen und thematische Schwerpunkte lediglich verdeutlichen; sie sind kein empfohlener Inhaltskatalog. Ihre Reihenfolge ist zudem nicht als Unterrichtsabfolge gedacht. Grundsätzlich gilt, daß das Lernen an räumlichen Beispielen im Geographieunterricht immer durch orientierendes Lernen eingebettet und ergänzt werden muß.

8.4 Grundlehrplan: Zu den Jahrgangsstufen


Klassen 5 und 6


Regionale Schwerpunkte

In den Klassen 5 und 6 lernen die Schülerinnen und Schüler mit dem topographischen Grundwissen von der Erde ein grob- bis mittelmaschiges globales Orientierungsraster. Es umfaßt die Grobtopographie der Kontinente und Ozeane sowie topographische Überblicke von Deutschland und Europa. In diesem Zusammenhang wird der Aufbau des Gradnetzes der Erde erarbeitet. Als weiteres Raster wird die Grobgliederung der Erde in Temperaturzonen angebahnt. Außerdem gewinnen die Schülerinnen und Schüler Kenntnis der orographisch-hydrographischen sowie politisch-administrativen Gliederung von Deutschland und Europa.


Thematische Schwerpunkte

In diesen Klassen werden verschiedenartige elementare menschliche Daseinsformen auf der Erde betrachtet. Im Schwerpunkt werden die Themen Arbeiten und Versorgen angesprochen. Sie ermöglichen exemplarische Einsichten in grundlegende Mensch-Raum-Beziehungen und lassen motivierende Ansätze und altersgemäße Akzentuierungen zu.

Die Landschaftsräume werden als Handlungsraum des Menschen dargestellt. Die Nutzung des Naturpotentials zur Versorgung mit Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Energieträgern, die Produktion von Gütern in Industriebetrieben, die Einrichtungen des Verkehrs und der Dienstleistungen zeigen sowohl die Abhängigkeit von Raumgegebenheiten als auch die Vielfalt der Möglichkeiten. Dieser Ansatz erfordert auch die altersgemäße Berücksichtigung ökologischer Aspekte.

Bei der Betrachtung menschlicher Daseinsformen unter naturgeographischen Extrembedingungen am Rande der Ökumene handelt es sich um überschaubare Lerngegenstände mit hohem Erlebnisgehalt, für die Schülerinnen und Schüler ein breites Vorwissen mitbringen.

Vorherrschende Raumeinheiten

Vorwiegend werden Handlungs- und Landschaftsräume großmaßstäbig betrachtet. Dies unterstützt ein anschauliches und lebensnahes Lernen.

Vorherrschende Betrachtungsweisen

Den Schwerpunkt bilden Beobachtung und Beschreibung. Dabei werden bereits lineare, durch kurze Kausalketten zu erfassende Zusammenhänge berücksichtigt und komplexe Betrachtungsweisen vorbereitet.

Themenbereiche
(siehe Vorbemerkungen)
Mögliche Beispiele für Unterrichtsthemen
(siehe Vorbemerkungen)
· Orientierung auf der Weltin Europa und in Deutschland
- Magellans Weltumsegelung
- Stanley durchquert Afrika
- Kontinente und Ozeane
· Der eigene räumliche Standort  

Geographische Orientierung
im Heimatraum

- Luftbild und Ortsplan
- Im Viertel des Schulstandorts
- Städte haben verschiedene Viertel

Freizeit und Erholung

- Erholung am Schulort
- Ferien im Elbsandsteingebirge
- Badeurlaub am Mittelmeer

· Arbeiten und sich Versorgen in unterschiedlichen Landschaftsräumen der Erde  

Nahrungsmittel
- Das Leben der Tuareg verändert sich
- Ackerbau in der Magdeburger Börde
- Viehwirtschaft in der Marsch
- Reisanbau auf Java

Bodenschätze
- Eisenerz aus Brasilien

Industrie
- Kohle und Stahl im Ruhrgebiet
- Autos aus Eisenach
- Erdöl aus der Nordsee

Verkehr
- Rhein-Main-Flughafen Frankfurt
- Hamburg - Welthafen an der Elbe
- Im Güterverkehrszentrum Seddin
- Polen als Transitland

Dienstleistungen
- Einkaufen am Stadtrand
- Wohin mit dem Müll ?
- Eurodisney bei Paris

 

· Deutschland

 

Großlandschaften und Länder
- Großlandschaften in Deutschland
- Die politische Gliederung Deutschlands
- Die Landeshauptstadt
- Berlin, Hauptstadt Deutschlands

Deutschland in Europa
- Die Nachbarländer Deutschlands
- Europa im Wandel


Klassen 7 und 8


Regionale Schwerpunkte

Mit der Konzentration auf die Bezugsräume Europa und Afrika werden die topographischen Kenntnisse über diese Kontinente erweitert und räumliche Zusammenhänge hervorgehoben. Aus der Abfolge der Raumbeispiele zur Landnutzung in Europa und Afrika in einem Nord-Süd-Profil ergibt sich ein induktiver Zugang zu den Klima- und Vegetationszonen, wobei das schon behandelte Raster der Temperaturzonen der Erde ausdifferenziert wird. Das aus den Klassen 5 und 6 bekannte Raster der Kontinente und Ozeane wird zum globalen Ordnungssystem des Großreliefs der Erde entfaltet.

Die Konzentration auf die Bezugsräume Asien und Lateinamerika erweitert und sichert die topographischen Kenntnisse über diese Gebiete. Außerdem können so räumliche Zusammenhänge in den Kulturräumen hervorgehoben werden. Auf die Nord-Süd-Abfolge (Längenkreisprofil) der Klima- und Vegetationszonen folgt eine West-Ost-Abfolge der Kulturräume.


Thematische Schwerpunkte

In der Klasse 7 steht der Unterricht unter dem Leitmotiv "Auseinandersetzungen des Menschen mit Naturbedingungen". Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler das Großrelief der Erde als einen gegenwärtigen Zustand des Zusammenwirkens exogener und endogener Kräfte begreifen. Sie sollen Zusammenhänge zwischen Relief, Klima, Vegetation und Landnutzungsformen erkennen. Somit bilden physisch-geographische bzw. geowissenschaftliche Sachverhalte zunächst den Schwerpunkt. In diesem Zusammenhang werden grundlegende Einsichten über die Bedeutung des Klimas, der Vegetation und des Reliefs für die Lebensweise des Menschen aufgegriffen und weitergeführt und zugleich Grundlagen für die Erarbeitung der folgenden Themenbereiche gelegt.

In der Klasse 8 befassen sich die Schülerinnen und Schüler schwerpunktmäßig mit dem Menschen als Gestalter und Bewahrer von Kulturlandschaften unterschiedlicher sozioökonomischer Entwicklungsstände. Auch dabei werden physisch-geographische Inhalte angesprochen und mit kulturgeographischen verknüpft. Aufgabe des kulturgeographischen Unterrichts ist es, das raumzeitliche Wirken sozialer Gruppen unter den Einflüssen von ethnischer Bindung, von Tradition und Religion sowie von technischer, wirtschaftlicher und politischer Entwicklung aufzuzeigen. In dem Prozeß sozioökonomischer Entfaltung gestaltet der Mensch in der Geosphäre eine Vielheit von Wirtschafts-, Kultur- und Staatsräumen.


Vorherrschende Raumeinheiten

Lerngegenstände sind einerseits Landschaftsräume großer und mittelgroßer Maßstäbe, andererseits kommt die geosphärische Dimension stärker in den Blick. Die Schülerinnen und Schüler werden anhand signifikanter Raumbeispiele mit dem komplexen Geflecht raumwirksamer Faktoren bekannt.


Vorherrschende Betrachtungsweisen

Den Schwerpunkt bildet die Hinführung zur Betrachtung von Wirkungsgefügen. Dabei wird das Können geographischer Beobachtung und Beschreibung gefestigt und die analysierende, kausale und genetische Betrachtung eingeübt.

Themenbereiche
(siehe Vorbemerkungen)
Mögliche Beispiele für Unterrichtsthemen
(siehe Vorbemerkungen)
· Orientierung in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika - Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika im Überblick
· Auseinandersetzung des Menschen mit Naturbedingungen Oberflächenformen
- Eis formt Landschaften
- Nutzung der Böden in der Uckermark
- Entstehung eines Hochgebirges
- Verkehrswege durch die Alpen

Klima- und Vegetationszonen
- Ackerbau an der Kältegrenze in Skandinavien
- Wetterlagen in Mitteleuropa
- Bewässerungsfeldbau in der Huerta
- Nomaden im Sahel
- Brandrodungsfeldbau bei den Bantu
- Höhenstufen am Kilimandscharo

· Veränderungen von Naturbedingungen durch den Menschen - Flußregulierung am Oberrhein
- Karst im Dinarischen Gebirge
- Der Wasserstand des Aralsees
· Gestaltung von Kulturräumen Afrika südlich der Sahara
- Nigeria - ein Vielvölkerstaat
- Kenia - Erschließung durch Tourismus
- Südafrika - ein Land im Umbruch

orientalischer Kulturraum
- Damaskus als orientalische Stadt
- Wirtschaftsraum Golfküste
- Ägypten - ein Geschenk des Nil ?

Indien und Südostasien
- Ein indisches Dorf
- Klima und Nahrungsspielraum in Indonesien
- Tradition und Moderne in Malaysia

China und Ostasien
- Der Naturraum und seine Nutzung am Jangtsekiang
- Bevölkerungsverteilung und Bevölkerungsprobleme in Südchina
- Industrialisierung in Südkorea

Lateinamerika
- Stadtwachstum in Sao Paulo
- Erschließung Amazoniens
- Argentinien - Wertwandel der Pampa

 

Klassen 9 und 10


Regionale Schwerpunkte

Zunächst werden Angloamerika, Rußland, Japan und Australien behandelt. Darüber hinaus kommen Europa, Deutschland und dem Nahraum eine besondere Bedeutung zu, weil sie die Anschauungs-, Erfahrungs- und Lebensräume der Schülerinnen und Schüler sind.

Zudem geht es um überregionale und globale Zusammenhänge, die am Ende des geographischen Lehrgangs in der Sekundarstufe I ein fundiertes Bild von der Erde sichern. Sie führen zur Absicherung einer topographischen und kategorialen Weltsicht unter besonderer Berücksichtigung des eigenen Standortes in der Welt.


Thematische Schwerpunkte

Die drei Schwerpunkte sind Raumnutzung in Industriestaaten, regionale und globale Fragen. Sie entsprechen Beziehungsebenen, in denen Schülerinnen und Schüler stehen und die ihr gegenwärtiges und zukünftiges Leben beeinflussen. Die Inhalte sind dazu geeignet, zu einer sachbezogenen Teilhabe an den politischen und wirtschaftlichen Gegenwartsfragen und Zukunftsaufgaben wie Umwelterziehung, Bewahrung der Erde oder internationale Erziehung hinzuführen.

Die Schülerinnen und Schüler gewinnen Einblick in die Besonderheiten bestimmter Industriestaaten. Dabei erweitern sie ihr Können beim Umgang mit der ganzheitlichen und vernetzenden Betrachtungsweise der Regionalen Geographie.

Die USA und Rußland müssen wegen ihrer weltpolitischen Bedeutung angemessen im Unterricht behandelt werden, Japan und Australien bedürfen wirtschaftsgeographischer Darstellung.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Thema "Europa". Die Schülerinnen und Schüler sollen die natur- und kulturräumliche Vielfalt des Kontinents kennenlernen und Einsicht in Raumstrukturen, Prozesse und grenzüberschreitende Zusammenarbeit bedeutender Nachbarstaaten gewinnen. Damit soll die Bereitschaft gestärkt werden, die gemeinsame Zukunft Europas mitzugestalten.

Zum Abschluß des geographischen Lehrgangs in den Klassen 5 bis 10 richtet sich der Blick auf die geosphärische Dimension der Mensch-Raum-Beziehungen. Globale Fragen wie Grenzen des Wachstums, Disparitäten sowie Weltwirtschaft und Welthandel werden zunehmend eigenständig erschlossen.


Vorherrschende Raumeinheiten

Den Schülerinnen und Schülern begegnet die Landschaftssphäre in allen Maßstabsdimensionen als eine zu gestaltende und zu bewahrende Lebensgrundlage.


Vorherrschende Betrachtungsweisen

Mit zunehmender Problematisierung gewinnen stellungnehmende und erörternde Auseinandersetzung an Bedeutung. Angestrebt wird zudem eine vertiefte Analyse räumlicher Prozesse und Systeme sowie deren funktionale Betrachtung.

 

Themenbereiche
(siehe Vorbemerkungen)
Mögliche Beispiele für Unterrichtsthemen
(siehe Vorbemerkungen)
· Orientierung in Europa, Nordamerika, Rußland und die Welt - Europa, Angloamerika, Rußland, Japan, Australien und die Welt im Überblick
 

· Raumnutzung in Industriestaaten

USA/Kanada
- Großraum mit vielfältiger Ausstattung
- Agrarindustrie in den USA
- Industriemacht USA: alte und neue Industriestandorte

Japan
- Industriemacht ohne Rohstoffe
- Raumenge und Umweltprobleme

Rußland
- Gunst und Ungunst der Landesnatur
- Industrieraum: Entwicklung und Grundlagen
- Der Transformationsprozeß

Australien
- Wirtschaftsräumliche Struktur Australiens
- Stellung Australiens im Welthandel

Europa und die EU
- Nachbarstaaten
- Wandlungen in Ostmitteleuropa
- Agrarraum Europa
- Handelsmacht Europäische Union

· Deutschland Orientierung im Raum
- Natur- und wirtschaftsräumliche Gliederung

Aktuelle geographische Strukturen und Prozesse (z.T. als Raumanalyse)
- Wandel der Agrarstruktur
- Industriegebiete im Wandel
- Raumordnung und Raumplanung
- Landschaftspflege und Umweltschutz

 

· Globale Fragen

Grenzen des Wachstums
- Bevölkerungswachstum und Welternährung
- Globale Umweltprobleme

Disparitäten
- Länder unterschiedlichen Entwicklungsstandes
- Entwicklungszusammenarbeit
- Entwicklungspolitik

Weltwirtschaft und Welthandel
- Entwicklung des Welthandels
- Stellung Deutschlands im Welthandel

 

9. Literaturhinweise

Alfred-Wegener-Stiftung für Geowissenschaften in Gemeinschaft mit der Deutschen Gesellschaft für Geographie e.V. und dem Institut für Länderkunde in Leipzig: Leipziger Erklärung zur Bedeutung der Geowissenschaften in Lehrerbildung und Schule. Leipzig, 30. Oktober 1996.

Bericht der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland vom 8./9.10.1992: Schulische Umwelterziehung in Deutschland, Beitrag der Fächer in den Schulstufen und -formen.

Déclaration internationale des droits de la mémoire de la Terre (13.6.1991). - In: Actes Du Premier Symposium International Sur La Protection Du Patrimoine Geologique (ed. Mémoire De La Société Géologique De France. Nouvelle Série - 1994) Digne-Les-Bains.

Der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (1993) Agenda 21. Bericht der Bundesregierung über die Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung im Juni 1992 in Rio de Janeiro. Bonn.

Gemeinsamer Bericht der Länder zur Umsetzung der Entschließung des Rates und der im Rat vereinten Minister für das Bildungswesen vom 24. Mai 1988 in der Bundesrepublik Deutschland (Beschluß der KMK vom 8.11.1991).

Habitat Agenda (Istanbul 1996)

Internationale Charta der Geographischen Erziehung, IGU, Washington 1992

Resolution (Nr. 1) über "Die europäische Dimension im Bildungswesen: Unterricht und Lehrplaninhalte" angenommen auf der 17. Sitzung der Ständigen Konferenz der Europäischen Erziehungsminister am 17.10.1991 in Wien.

Rat für kulturelle Zusammenarbeit (CDCC) im Europarat; hier: "Europäische Sekundarschulbildung", Symposium, Straßburg 27.2.1992.

Schulgesetze der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Bildungsauftrag der Schule)

Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.) (1980): Umwelt und Unterricht. Bonn.

Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.) (1990): Europa im Unterricht. Bonn.

Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.) (1995): Darstellung Deutschlands im Unterricht. Bonn.

Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.) (1997): "Eine Welt/Dritte Welt" in Unterricht und Schule. Bonn.

Zentralverband der Deutschen Geographen (1980): Basislehrplan "Geographie". Empfehlungen für die Sekundarstufe I.

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