
Der 34. Bundeswettbewerb
"Jugend forscht 1999" wurde zusammen mit der Bayer AG in der Zeit vom 27. bis
30. Mai 1999 in Leverkusen ausgerichtet. Die Sonderpreise des Verbandes
Deutscher Schulgeographen und der Deutschen Gesellschaft für
Geographie wurden in einer Abendveranstaltung am Samstag, 29. Mai 1999, vom 1.
Vorsitzenden des VDSG Dr. Schallhorn - zugleich Präsidiumsmitglied der DGfG -
überreicht.

Den Sonderpreis des 
Verbandes Deutscher Schulgeographen e.V.
in Höhe von 2000 DM erhielten
die Teilnehmer aus Baden-Württemberg
Andreas Kohn (Rupert-Neß-Gymnasiums Wangen),
Michael Weidenauer (Graf-Zeppelin-Gymnasium Friedrichshafen)und
Carola Schulz (Montfort-Gymnasium Tettnang)
für ihre Arbeit
"Gefährliche Riesenwellen - Entstehung von Tsunamis"

Tsunamis sind Riesenwellen, die meist durch
Seebeben in den Ozeanen ausgelöst werden. Im Gegensatz zu Wellen, die vom Wind erzeugt
werden, reicht die Bewegung der Wasserteilchen bis zum Meeresboden hinab. Auf dem freien
Ozean erheben sich Tsunamis kaum über die normalen Wellen. Erst in Ufernähe zeigt sich
ihr wahres Gesicht: Dort steigen sie zu meterhohen Wellenwänden an, die große
Zerstörungen bewirken. Die drei Jufos haben sich in der Fachliteratur über
Tsunamisbeobachtungen informiert, bevor sie mit einem selbstgebauten Wellenkananal die
grundlegenden Eigenschaften der Riesenwellen im Experiment simulierten. (Aus der
"Siegerliste" von JuFo1999)
Den Sonderpreis der 
Deutschen Gesellschaft für Geographie e. V.
in Höhe von 2000 DM erhielt
der Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz
Christoph Eul (Wiedtal-Gymnasium Neustadt/Wied)
für seine Arbeit "Altes Eisen rostet nicht - Untersuchungen zur
frühmittelalterlichen Eisenverhüttung im Raum Obersteinebach / Peterslah".

Seit Jahrhunderten sind die Vorfahren von Christoph Eul Bergleute. Kein Wunder also, daß
das Interesse Christophs wuchs, als er in der Umgebung seiner Heimatstadt Überreste einer
regen Eisenverhüttung im frühen Mittelalter fand: zunächst einen Schlackenplatz, dann
einen ersten und im weiteren Umfeld noch 15 weitere Öfen. Aus den Schlackerückständen
konnte der 19jährige Jufo hochrechnen, daß an diesem Standort enorme Mengen reinen
Eisens produziert wurden. Für die Beheizung diente das Holz der Umgebung, und auch die
anderen Rohstoffe wie Erz, Lehm und Wasser fanden sich in der Nähe. Die
aufsehenerregenden Ergebnisse des jungen Forschers führten dazu, daß das Landesamt für
Denkmalpflege anbot, die Ausgrabungen demnächst in großem Stil weiterzuführen.
(Aus der "Siegerliste" von JuFo1999.)
Die Arbeit errang im Bereich "Geo- und Raumwissenschaften" den 3. Platz.
Christoph Eul wurde von der Bundesregierung zu einem Forschungsaufenthalt in den USA
eingeladen.

Wir hoffen, daß beide Preisträger ihre
Arbeiten im Rahmen des Deutschen Geographentages in Hamburg Anfang Oktober 1999 ausstellen
werden.


Weitere Auskünfte (Broschüren,
Auskunft über Jugend forscht 2000) bei
Bundeswettbewerbsleitung Stiftung Jugend forscht e.V.
Baumwall 5, 20459 Hamburg
Telefon (040) 3747090, Telefax (040) 37470999 und über Homepage.
Übrigens:
Haben Sie es schon geschafft, einen Schüler oder eine
Schülerin zur Teilnahme im Bereich Geo- und Raumwissenschaften zu gewinnen?
.........
Herzlichen Glückwunsch und
viel Erfolg!
(... Oder nicht? Na ja, vielleicht klappt es dieses Jahr - S
ie wissen: Anmeldung bei Jugend forscht immer der 30. November.)
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