Pressemitteilung

 

Bonn/Stuttgart, 28. März 2003

 

Schulfach Geographie unentbehrlich für Bildung und Umwelterziehung – Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) legt Empfehlungen für die Gestaltung

von Lehrplänen vor

 

Wie sollen Lehrpläne für den Geographieunterricht in Deutschland in der heutigen Zeit aussehen? Dieser Frage ist die Arbeitsgruppe „Curriculum 2000+“ der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) nachgegangen. Als Ergebnis intensiver Diskussionen haben die Experten jetzt eine Broschüre mit dem Titel „Grundsätze und Empfehlungen für die Lehrplanarbeit im Schulfach Geographie“ vorgelegt. Der 18-seitige Leitfaden schließt die Lücke zwischen der „Internationalen Charta der Geographischen Erziehung“ von 1992 und dem „Grundlehrplan des Verbandes Deutscher Schulgeographen“ aus dem Jahre 1999. Er wendet sich an die Verantwortlichen für die Geographielehrpläne in den Bundesländern sowie an die Geographielehrer und Geographielehrerinnen an deutschen Schulen.

 

Die Menschheit steht am Beginn des 21. Jahrhunderts vor grundlegenden Herausforderungen, die sich vor allem aus dem globalen Umweltwandel, der Entwicklung zur Informations- und Wissensgesellschaft und der zunehmenden Globalisierung ergeben. Damit haben sich die Rahmenbedingungen für Schule und Erziehung sowie die Anforderungen an die schulische Bildung und Erziehung gewandelt. Diesen Veränderungen muss sich auch das Schulfach Geographie stellen, indem es seine Aufgaben und Ziele, seine Lehrpläne und seine Unterrichtsgestaltung neu überdenkt.

 

Vor diesem Hintergrund verfolgt die Broschüre der Arbeitsgruppe Curriculum 2000+ vier Ziele: Ersten soll sie verdeutlichen, dass sich das Schulfach Geographie seiner gesellschaftlichen Verantwortung stellt und dazu beitragen will, Antworten auf wichtige gesellschaftliche Fragen zu finden. Zweitens sollen innovative Entwicklungen für die weitere Gestaltung des Geographieunterrichts aufgegriffen und angeregt werden. Drittens soll der Leitfaden dazu beitragen, einen Konsens hinsichtlich der Aufgaben und Ziele des Geographieunterrichts über Bundesländergrenzen und Teilverbände hinweg zu finden. Und viertens will die Broschüre konkrete Hilfestellungen für den konzeptionellen Rahmen der Lehrplanarbeit in den einzelnen Bundesländern und Lehrplankommissionen geben.

 

Die jetzt erschienenen „Grundsätze und Empfehlungen für die Lehrplanarbeit im Schulfach Geographie“ definieren den Bildungsbeitrag eines modernen Geographieunterrichts, wobei die inhaltlichen und formal innovativen Zielsetzungen konsequent auf Verhaltensdispositionen der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sind. Darüber hinaus werden mit einer Zusammenstellung von „Such- und Prüfinstrumenten“ erstmals in dieser Dichte Orientierungen für die Lehrplanerstellung gegeben. Angefügt ist außerdem eine Übersicht der geographischen Arbeitsweisen, die unmittelbar in Lehrpläne aufgenommen werden kann.

 

Die Broschüre ist zu beziehen bei:

 

GEO-Büro

Meckenheimer Allee 166

D-53115 Bonn

Tel.: (0228) 695113

Fax: (0228) 695117

E-Mail: vgdh@giub.uni-bonn.de

 

und steht im Internet unter http.//www.erdkunde.com/info/currplus.pdf sowie www.geographie.de/aktuell/presse/Curriculum2000.pdf als herunterladbare pdf-Datei bereit.

 

 

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

 

Dr. Peter Wittmann

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel./Fax: (0711) 2261402

E-Mail: p.wittmann@epost.de