PRESSEMITTEILUNG         logo_neu_grün.gif (37184 Byte)             24. August 1999

Zu Berichten am 24. August 1999 über eine Lehrplananalyse über unterschiedlichen Stellenwert und erhebliche Qualitätsunterschiede ökonomischer Bildung an Gymnasien (Bertelsmann-Stiftung, Heinz-Nixdorf-Stiftung, Ludwig- Erhard-Stiftung) teilt der Verband Deutscher Schulgeographen e.V. mit:

Wirtschaft - wichtiger Inhalt des Geographieunterrichts

Das Schulfach Erdkunde vermittelt wirtschaftliche Kenntnisse. Das erfolgt - je nach Klassenstufe - an Beispielen aus dem Bereich des Schulstandortes und durch Einzelbeispiele aus wichtigen anderen Wirtschaftsräumen der Welt. Die systematische Behandlung der wirtschaftlichen Themen wird in den Gesamtzusammenhang der Wirtschaft der Region oder des Staates gestellt. Wirtschaftliche Inhalte im Geographieunterricht reichen von der Standortanalyse eines Unternehmens über Vermittlung von Kenntnissen der Struktur und des Funktionierens von Wirtschaftsregionen bis hin zu den Auswirkungen der Globalisierung wie Standortneugründungen im Ausland oder weltweiter Kapitalverkehr.

Das Schulfach Geographie oder Erdkunde hat in den letzten Jahren erhebliche Einbußen in den Stundentafeln der Schulen einiger Bundesländer hinnehmen müssen, ohne dass von seiten der Wirtschaft dem widersprochen worden wäre. Wirtschaftsthemen sind infolge Stundenkürzungen aus den Lehrplänen gestrichen worden. Die Warnungen des Verbandes Deutscher Schulgeographen auf sich zwangsweise ergebende mangelnde ökonomische Kenntnisse und geringes wirtschaftsräumliches Verständnis blieben unbeachtet.

Wenn Untersuchungen wie die im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung, der Heinz-Nixdorf-Stiftung und der Ludwig-Erhard-Stiftung eben diese Defizite aufzeigen, so bestätigt das die Befürchtungen des Verbandes Deutscher Schulgeographen.

Notwendig ist die Stärkung der Fächer, in denen ökonomische Inhalte und Zusammenhänge unterrichtet werden. Dazu gehört wesentlich die Geographie. Eine weitere Aufsplitterung des Fächerkanons in den Schulen führt zu weiterer Fragmentierung und verhindert, dass ökonomische Bildung strukturiert und systematisch erworben werden kann.

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