Aus: Schulgeographie in Baden-Württemberg, Nr. 55, Juli 2009, Seiten 21-23.

 

Die Aufgaben zu den nationalen Bildungsstandards – eine kritische Analyse

Von Günter Schanz

I. Vorbemerkungen

Die nationalen Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss

Nachdem die Kultusministerkonferenz davon absah, auch für das Fach Geographie wie für die Fächer Deutsch, Mathematik, erste Fremdsprache, Biologie, Chemie und Physik Bildungsstandards entwickeln zu lassen, entschloss sich die Deutsche Gesellschaft für Geographie, "aus eigener Initiative nationale Bildungsstandards für das Fach Geographie zu konzipieren und diese der KMK sowie den Kultusbehörden der Länder vorzulegen“ (DGfG Bildungsstandards S. 1)¹.

 „Lehrpläne und Prüfungsaufgaben sollen an die Bildungsstandards angepasst werden. (...) Die Kompatibilität der Lehrpläne mit den Bildungsstandards ist jeweils landes-spezifisch zu prüfen“ (a.a.0., S.2). Da Baden-Württemberg einen „eigenen Weg“ (Wikipedia, Stichwort Bildungsstandards) bei der Entwicklung von Bildungsstandards beschritten hat, dem von der Klieme-Expertise² „eine sehr große Nähe zu herkömmlichen Lehrplänen“(S. 136) zugeschrieben wird, dürfte sich eine solche Abstimmung der Lernziele bzw. landestypischen Bildungsstandards des Teilbereichs Geographie im Fächerverbund GWG in Baden-Württemberg nicht ganz einfach gestalten.                                                                

Die nationalen Bildungsstandards entsprechen den Kriterien der Klieme-Expertise und decken in sehr ausgewogener Weise alle Teilbereiche des Faches Geographie ab. Das Anforderungsniveau für den Mittleren Schulabschluss ist angemessen, soweit die Offenheit der Formulierungen dies erkennen lässt. Es ist daher sehr hilfreich, dass den erweiterten Auflagen der DGfG Bildungsstandards 14 Aufgabenbeispiele zur  „Veranschaulichung und Konkretisierung der Standards (...)“ sowie der „Verdeutlichung von Anspruchsniveaus“ (a.a.O., S. 30) beigefügt wurden. - Für sechs Kompetenzbereiche des Faches Geographie werden Regelstandards formuliert, „die von  Schülerinnen und Schülern mit Erreichen des Mittleren Schulabschlusses zu erwerben sind“ (a.a.0., S.10).

 „Eine konstruktive Kritik und Optimierung der Aufgaben ist in verschiedenen Richtungen also nicht nur möglich, sondern sogar erwünscht“ (a.a.O., S. 35). Das Ziel der folgenden kritischen Analyse der Aufgabenbeispiele ist es, in diesem Sinne einen konstruktiven Beitrag zur Optimierung der Aufgaben zu leisten und die Nutzer der „neuen Aufgabenkultur“ (Hemmer/Hoffmann S. 15)³ auf noch vorhandene Unstimmigkeiten hinzuweisen.

 

II.  Analyse der Aufgabenbeispiele

1. Klausur oder Arbeitsauftrag?

„Die Grundsätze der Aufgabenbeispiele können sowohl bei der Gestaltung von Tests, Schulaufgaben und Klausuren als auch von Unterricht in den Schulalltag einfließen“ (a.a.0., S. 30). Eine klare Festlegung und Differenzierung wäre hier hilfreich, denn zum Beispiel sind die Anforderungen an die Test-Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität  beim Einsatz der Aufgaben zur Leistungsmessung hoch, beim Einsatz als Arbeitsaufträge im Schulalltag aber unerheblich.

Bei den Aufgabenbeispielen vermisst man – von wenigen Beispielen abgesehen – Angaben zu den Arbeitsmitteln, die den Schülerinnen und Schülern bei der Bearbeitung zur Verfügung stehen (Atlas, Lexikon, Schulbuch, Internet usw.). Auch wurde fast durchgängig auf Vorschläge zu geeigneten Sozialformen im Unterricht verzichtet (Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit usw.).

2. Atypische Aufgabenstellung

Bei Aufgabe 2 „Erdbeben“ wird in M1 seitenlang die Theorie der Plattentektonik in reiner Textform ohne Abbildungen beispielsweise zu den Prozessen an den Mittelozeanischen Rücken oder den Transformstörungen dargestellt. „Geographie ist traditionell ein methoden- und medienintensives Fach; Anschaulichkeit (Hervorhebung durch Verf.) und Aktualität spielen in ihm eine große Rolle“ (a.a.0., S. 6). Anhand geeigneter anschaulicher Medien und Materialien hätten die Schülerinnen und Schüler im Sinne größtmöglicher Eigentätigkeit die Inhalte selbst erarbeiten können, die ihnen hier als „Lehrtext“ vorgesetzt werden.

3. Diskrepanz zwischen gewähltem Aufgabenschwerpunkt und Materialangebot

Die gewählte Schwerpunktsetzung beschränkt sich bei Aufgabe 2 auf die Entstehung von Erdbeben (a.a.0., S. 33). Die Situations- bzw. Problembeschreibung endet mit der Frage „Warum ist gerade Japan so stark durch Erdbeben gefährdet?“ Der überlange Text in M1 dagegen beginnt mit „Am 6. Januar 1912 trat der deutsche Geowissenschaftler Alfred Wegener vor die Geologische Vereinigung (...)“ und endet mit einem Abschnitt zu den Ursachen für die Plattenbewegung: "Nach dem derzeitigen Forschungsstand sorgen vermutlich drei Faktoren für den Transport der Platten (...).“ Bei der Formulierung des Textes scheinen die Autoren teilweise die selbst gewählte Schwerpunktsetzung „Entstehung von Erdbeben“ aus den Augen verloren und eher die Theorie der Plattentektonik im Blick gehabt zu haben.

4. Der Erwartungshorizont fällt weit hinter das Materialangebot zurück

In Aufgabe 2, M1 wird die Entstehung von Erdbeben bei verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten und Kollisionsarten von Platten in anspruchsvoller Textform dargestellt. Die Beantwortung des zweiten Teils der doppelten Fragestellung (!) von Teilaufgabe 1b („Erläutere (...), wie Erdbeben entstehen“) müsste eine differenziertere Antwort von Schülerinnen und Schülern am Ende der Mittelstufe erwarten lassen als nur „Erdbeben entstehen v. a. an den Plattengrenzen durch das Lösen von Verhakungen und Spannungen“ (Erwartungshorizont, S. 44).

5. Zuordnung der Teilaufgaben zu  Anforderungs- und Kompetenzbereichen

Im Erwartungshorizont der Beispielaufgaben erfolgt in tabellarischer Form eine Zuordnung der Teilaufgaben nach den aus den Einheitlichen Anforderungen in der Abiturprüfung (EPA) her bekannten Bereichen Reproduktion, Reorganisation und Transfer sowie Reflexion und Problemlösung. In weiteren Spalten wird eine gewichtete Zuordnung zu einzelnen Kompetenzbereichen und innerhalb derer zu einzelnen Standards vorgenommen. - In vielen Fällen stufen die Autoren die erwartete Schülerleistung zu hoch ein, da sie nur von den Operatoren in der Aufgabenstellung ausgehen, den tatsächlichen Lösungsweg der Schülerinnen und Schüler aber nicht berücksichtigen. Beispiele hierfür finden sich in den Abschnitten 8 und 10. Insgesamt ist eine Tendenz zu überhöhter Einstufung erkennbar.

6. Diskrepanz Operator der Aufgabenstellung – Erwartungshorizont

In Aufgabe 2, 1b wird mit dem Operator „Erläutern...“ von den Schülerinnen und Schülern erwartet, dass sie laut Operatorenliste „Sachverhalte im Zusammenhang beschreiben und Beziehungen deutlich machen“ ( a.a.O., S. 32).  Dann darf sich der Erwartungshorizont nicht auf die Aufzählung „Zugkraft, Abgleiten, Konvektionsströmungen“ beschränken, sondern müsste Beziehungen enthalten. Hätten sich die Autoren der Aufgabe 2 dieser Mühe unterzogen, wären im Materialteil und im Erwartungshorizont die Konvektionsströmungen  nicht isoliert und an letzter Stelle stehend dargestellt worden, was fachwissenschaftlich als sehr fragwürdig erscheint.

7. Die Autoren lösen ihre eigene Aufgabe nicht

Die Beispielaufgabe 9 trägt die Überschrift „Klimadiagramm: Wann regnet es in Warschau am wenigsten?“ Die Situations- bzw. Problembeschreibung nennt im Gegensatz dazu angenehme Temperaturen und wenig Niederschlag als Voraussetzung für besonders geeignete Monate für einen Schüleraustausch. Nachdem die Schülerinnen und Schüler Klimadiagramme für den Heimat- und Zielort zeichnen mussten, sollen sie unter Berücksichtigung der polnischen Ferienzeiten laut Erwartungshorizont eine „Abwägung zwischen Mai, Juni, September“ vornehmen (a.a.0., S. 72). Den Autoren scheint entgangen zu sein, dass diese drei Monate die höchsten Monatssummen der Niederschläge der noch verbliebenen Sommermonate aufweisen. Im Sinne der Aufgaben-Überschrift müsste die Lösung Januar lauten. Schülerinnen und Schüler, die sich nach der Situations- bzw. Problembeschreibung richten, werden nach noch relativ angenehmen Temperaturen und wenig Niederschlag suchen und zwischen April und Oktober abwägen. Die im Erwartungshorizont genannten Monate sind auf jeden Fall falsch! - Zur vollkommenen Verwirrung der Schülerinnen und Schüler dürfte schließlich die Teilaufgabe 4 beitragen: „Erörtere (...),  wie sicher die Schüler sein können, dass in diesem Zeitraum im kommenden Jahr tatsächlich wenig Regen fällt“ – also doch Januar!?

8. Lösungshinweise und Lösungshilfen

Wiederholt finden sich im Materialteil oder den Aufgabenstellungen unterschiedlich deutliche Hinweise und Hilfen zur Lösung von Teilaufgaben.- In Aufgabe 12 sollen drei Texte den Strategien Schutz, Rückzug und Anpassung zugeordnet werden. Die Schülerleistung besteht darin, den vierfach im Text erwähnten „Schutz“ der Strategie Schutz bzw. „ziehen sich zurück“ der Strategie Rückzug zu zuordnen. Die dritte Strategie Anpassung fällt dann als Restzuordnung an. (Ein neunjähriger Drittklässler hat diese Teilaufgabe auf diesem Weg gelöst). Diese Schülerleistung wird den Niveaus II / III im Anforderungsbereich zugeordnet. Beim beschrittenen Lösungsweg waren aber weder Reorganisations- und Transferleistungen noch Reflexion und Problemlösung gefordert, allein  aus formalen Gründen wurde die richtige Zuordnung getroffen.

In Beispielaufgabe 14 finden sich verschiedene Lösungshinweise darauf, dass die Länder Ghana, Bolivien und Ecuador den Entwicklungsländern und nicht den Industrieländern zuzuordnen sind, was man von Schülerinnen und Schülern am Ende der Mittelstufe schon aufgrund ihres Vorwissens erwarten dürfte. Vergleiche auch die Lösungshilfe in Aufgabe 10 (Abschnitt 10, Auswertung eines Fotos).               

9. Unstimmigkeiten bei der Aufgabenformulierung

In Beispielaufgabe 2, Teilaufgabe 1b werden zwei disparate Aufgaben zusammen gestellt, was die Validität der Aufgabenstellung vermindert, falls diese Aufgabe als Beispiel einer Klausur-Aufgabe gedacht sein sollte.

Bei Teilaufgabe 3 der Aufgabe 2 ist das Gütekriterium Objektivität bei der Auswertung bzw. Bewertung nicht gegeben, da nicht objektiv entschieden werden kann, wo die Ähnlichkeit eines Erdbebens in Peru und eines in Japan endet; im Sinne des Erwartungshorizonts zu Teilaufgabe 1b haben alle Erdbeben diegleichen Ursachen: das Lösen von Verhakungen und Spannungen an Plattengrenzen! Aus diesem Grunde müsste in Teilaufgabe 3 nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden gefragt werden.

Bei Aufgabe 9 wird erst in der dritten Teilaufgabe eine wichtige Information gegeben (die Dauer der polnischen Sommerferien), welche den Schülerinnen und Schülern schon beim Blick auf die Klimatabellen zur Verfügung stehen sollte.

10. Auswertung von Fotos, Diagrammen und schematischen Darstellungen

Entsprechend der Bedeutung der Informationsgewinnung aus verschiedensten Medien im Geographie-Unterricht wurden auch in die vorliegenden 14 Aufgabenbeispiele thematische und topographische Karten, Diagramme, Tabellen, Statistiken, schematische Darstellungen, Fotos, Karikaturen usw. aufgenommen. Allerdings fehlen Luft- und Satellitenbilder ganz, von den insgesamt  zwei Fotos soll nur eines in Aufgabe 10 ausgewertet werden, das andere bei Aufgabe 4 dient nur der Illustration. Entsprechendes gilt auch für eine Karikatur in Aufgabe 11.

Beispiel: Auswertung eines Fotos (Aufgabe 10): Der Bildinhalt zeichnet sich durch einen denkbar einfachen Inhalt aus, der sich dem Betrachter sofort erschließt. Um dies zu überprüfen, wurde das Foto einem sechsjährigen Erstklässler ohne jede Vorinformation vorgelegt. Seine Antworten lauteten:

Zu 1a (Beschreibung): Traktorenspuren vollgelaufen mit Wasser, dazwischen matschiger Boden; unten sieht  man noch die Hubbel vom Reifen.

Zu 1b (Erklärung): Die Traktorenspuren sind fest, sie sind härter, da kann kein Wasser versickern.

Mit diesen Antworten ist der Erstklässler inhaltlich, wenn auch nicht fachsprachlich, dem Erwartungshorizont gerecht geworden. Die Schülerinnen und Schüler, die vor einer Bearbeitung die Aufgabe zunächst ganz durchlesen – wozu sie ja wohl angehalten werden – finden in  Teilaufgabe 5 die Lösung für 1b: „Der gepresste Boden, die so genannte Bodenverdichtung“, was als Fachterminus in Teilaufgabe 6 nochmals wiederholt wird!

Da die Aufgabe 1b lautete „Stelle begründete Vermutungen (Hypothesen) auf, warum der Boden in diesem Zustand ist“, wird die erwartete Schülerleistung von den Aufgaben-Autoren dem höchsten Anforderungsbereich III Reflexion und Problemlösung zugeordnet (!!!). Es gibt wohl nicht viele Schulfächer in denen ein Erstklässler ohne fachspezifisches Wissen eine Teilaufgabe für den Mittleren Schulabschluss aus dem höchsten Anforderungsbereich  mühelos löst.

Beispiel: Auswertung eines Diagramms
In Aufgabe 14 übernehmen die Autoren an Stelle der Schülerinnen und Schüler die Auswertung des Kurvendiagramms in M2!

Beispiel: Auswertung schematischer Darstellungen.
Wenn wie in Aufgabe 1 für die Auswertung Vorlagen verwendet werden, die für die Unterstufe entworfen wurden, wird es sich schwierig gestalten, für die gesamte Aufgabe ein Anspruchsniveau zu erreichen, das der Altersstufe der ausgehenden Mittelstufe gerecht wird.

11. Nicht angemessenes Anforderungsniveau 

In anderem Zusammenhang (vgl. Abschnitte 8 und 10) wurden schon mehrere Beispiele zu diesem Analyse-Kriterium dargestellt. Nicht angemessenes Anforderungsniveau wird zu einem der Hauptkritikpunkte an der vorliegenden Beispielaufgabensammlung. Dabei zeichnet sich wie in dem folgenden Aufgabenbeispiel häufig eine Tendenz zu deutlicher Unterforderung ab.

Bei Aufgabe 9 zeigt ein Blick in die Klimatabelle, welche Monate für einen Schüleraustausch in Frage kommen; ohne Klimadiagramme zeichnen zu müssen, können die Schülerinnen und Schüler diese Teilaufgabe „aus dem Stand“ beantworten.

Andererseits gibt es auch Hinweise auf eine mögliche Überforderung der Schülerinnen und Schüler.

Bei Aufgabe 5 „Raumanalyse Nigeria“ haben die Schülerinnen und Schüler  bei den Informationsquellen die freie Wahl, auch können sie selbst gewählte Themen bearbeiten. Dennoch erscheinen die zu Teilaufgabe 3 erwarteten Leistungen für Schülerinnen und Schüler am Ende der Mittelstufe zu anspruchsvoll: “Politische Verhältnisse: Regierungssystem, Eigentumsverhältnisse, Machtverhältnisse (...). Sozioökonomische Merkmale: Beschäftigtenstruktur, informeller Sektor, Einkommensverhältnisse (...)“ usw.

Aufgabe 8 erfordert relativ spezielle Kompetenzen zu GIS.

Erfreulicherweise gibt es unter den 14 Aufgabenbeispielen  auch Aufgaben mit angemessenem Anforderungsniveau; zu nennen wären hier insbesondere die Aufgaben 3, 4, 6, 7, 11 und 13.

12. Fachwissenschaftliche Unstimmigkeiten

 In Beispielaufgabe 9 enthält der Erwartungshorizont zum Vergleich der beiden Klimastationen die Formulierung: „Gemeinsamkeiten (...) die Niederschlagskurve liegt bzw. die Säulen liegen ganzjährig oberhalb der Temperaturkurve: humides Klima“( a.a.0., S.72). Dies steht im Widerspruch zur Klimakarte von Lauer / Frankenberg, die beide Stationen als semihumid ausweist, bzw. im Widerspruch zur Bearbeitung der Karte durch Siegmund / Frankenberg (Hamburg Dsh2, Warschau Dsh3). Im Klimatabellenbuch von Frankenberg, Lauer, Rheker werden für Hamburg zwei, für die Station Warschau sogar sechs Monate als landschaftsökologisch arid ausgewiesen. Obwohl die Autoren der Aufgabe sich natürlich auf die hygrothermischen Klimadiagramme von Walter / Lieth berufen können, dürfte die Abgrenzung humider/arider Monate heute, da genauere Verfahren verfügbar sind, nicht mehr allein in dieser Form vorgenommen werden.

III. Schluss

„ Was bringen uns die Aufgabenbeispiele zu den nationalen Bildungsstandards Geographie ?“ fragen Hemmer / Hoffmann in einem Beitrag³. Sie beantworten die Frage unter anderem damit, „dass die Grundsätze der neuen Aufgabenkultur (...)  in den Schulalltag einfließen und in stärkerem Ausmaß als bisher auf eine Kompetenzorientierung der Aufgaben und des Unterrichts geachtet wird“( a. a. 0. S.15). Diesem Wunsch kann man sich uneingeschränkt anschließen. Wie die kritische Analyse der 14 Beispielaufgaben aber deutlich gemacht hat, ist eine  Überarbeitung angezeigt. Insbesondere sollte eine Optimierung der Aufgaben darauf abzielen, ein altersstufengemäßes, einheitliches Anforderungsniveau zu erreichen.

 IV. Literatur

1. Deutsche Gesellschaft für Geographie (Hrsg.): Bildungsstandards im Fach Geographie für den Mittleren Schulabschluss . Mit Aufgabenbeispielen .  4. erw.  Auflage, Selbstverlag DGfG. Dezember 2007. Oder Internet:: www.erdkunde.com (Aktuelles / Grundsatzvereinbarungen)

2. Klieme, Eckhard: Zur Entwicklung nationaler Bildungsstandards. Expertise Bundesministerium für Bildung und Forschung. Berlin 2007 oder Internet: www.bmbf.de

3.  Hemmer, Ingrid, und Walter Hoffmann Was bringen uns die Aufgabenbeispiele zu den  nationalen Bildungsstandards Geographie? Diercke Weltatlas Magazin 3/2007.  S. 14 – 15.

 

Dr. Günter Schanz, Pfalzhaldenweg 14, 72070 Tübingen, Tel. 07071/40677 
Fachleiter für Geographie am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gym.) Tübingen
i. R.