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Der Verband Deutscher
Schulgeographen setzt sich zur Sicherung und Stärkung geographischer Bildung unserer
Bevölkerung für einen
eigenständigen Fachunterricht Geographie / Erdkunde an den Schulen ein.

Zur Sicherung und Stärkung geographischer Bildung unserer
Bevölkerung muß aus organisatorischen, fachlichen, pädagogischen und
entwicklungspsychologischen Gründen in allen Schularten und Klassenstufen
Geographieunterricht
mindestens zweistündig erteilt werden.

Zur Sicherung und Stärkung
geographischer Bildung unserer Bevölkerung wendet sich der VDSG damit gegen Bestrebungen, Fachinhalte und
Fachmethoden nur in Integrationsfächern oder möglichen außerunterrichtlichen Bereichen
("Projekte") zu unterrichten.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft junger Lehrer/innen
im Philologenverband (BUAG)
hat zum Thema "Fachübergreifender und fächerverbindender Unterricht"
Positionen und Forderungen formuliert (Profil Januar/Februar 199, S. 29):
1. Die Transzendierung des
Faches
Das Zauberwort Fächerübergreifender Unterricht
ist vom Inhalt her nichts Neues. Das Verknüpfen des fächerzentrierten und
fächerverbindenden Lernens, damit neben dem Erkennen von Fakten und
Strukturen das Verstehen des Zusammenwirkens der Einzelteile
bewußt wird, findet im Unterricht statt, ohne dies zum Programm zu erheben.
2. Vernetztes Wissen -
Vorausssetzung für vernetztes Denken
Die Fähigkeit zur Vernetzung zwischen verschiedenen
Aufgabenfeldern ( = Fächern), Inhalten und
Fragestellungen erwächst allein aus der
soliden Fachkenntnis im einzelnen Fach.
3. Systematischer Aufbau von
Wissen
Unterricht und schulisches Lernen
benötigen eine Engführung im Fach, wenn sie angesichts
denkbarer Konstruktionen nicht der drohenden Beliebigkeit zum Opfer fallen sollen.
4. Neue Organisationsform
des Unterrichts
Fächerverbindender Unterricht als Ersatz des Fachunterrichts
verändert die bestehenden Strukturen und
erfordert eine völlig neue Lernsituation.
5. Mehr selbständige
Arbeitsformen
An den Fachunterricht stellt die BUAG die Forderung, den lehrgangsorientierten
Unterricht, dessen vorrangige Zielsetzung in der Vermittlung von Kenntnissen und
Fähigkeiten liegt, zugunsten von Unterrichtsformen zu relativieren,
die verstärkt den Schülern die Möglichkeit bieten, eigene Fragen und eigene
Interessen in den Lernprozeß einzubringen und diesen für selbstgewählte Wege der
Auseinandersetzung mit dem Thema zu eröffnen.
6. Fachlichkeitsprinzip als
Strukturprinzip bleibt unverzichtbar
Fächer sind und bleiben stabile Rahmen für das Lehrerhandeln. Sie sind die BAsis
sequentiellen und kumulativen Lernenes und die Grundlage der Beurteiklung von
Lernfortschrittren.
Das Fachwissen besitzt einen
Primat, und das Fachwissen ist Grundlage für die die berufliche Handlungsfähigkeit
prägenden Schlüsselqualifikationen.

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