Fachinformationen

Inhalt

1. Lehrpläne                                                                        

2. Stundentafeln  

3. Stellung der Geographie in der GyO

4. Unterrichtsprojekte

1. Lehrpläne

Fachrahmenplan Geographie für die gymnasiale Oberstufe

Quelle: Ausschuß des Senators für Bildung und Wissenschaft (2002). Fachrahmenplan Geographie. Bremen.
Der Fachrahmenplan gilt ab Herbst 2002. Er wird hier in einer Kurzfassung vorgestellt. Bezugsquelle: Landesinstitut für Schule, Am Weidedamm 20, 28215 Bremen, Abtlg. 2, Referat Curriculumentwicklung.

1. Einführungsphase 11/1 und 11/2

Themen Hinweise und Verknüpfungen
Einführung in die wissenschaftliche Geographie In sinnvoller Reihenfolge sollen in der gesamten Einführungsphase sowohl im Grundkurs als auch im Leistungskurs,   jedoch in unterschiedlicher Tiefe, die genannten Aspekte berücksichtigt werden. Sie bilden die Grundlagen für die Arbeit in der Hauptphase.
Übersicht über Gegenstände und Gliederung der GEG/fächerübergreifender Charakter  
Relativität der Wahrnehmung und Bewertung von Räumen und der darin lebenden Menschen/Gruppen (mental maps, "Welt-Bilder" und deren Bedingungsfaktoren) Übersicht über Arbeitsmittel, Methoden und Medien (Er-)Kenntnis und deren Abhängigkeit von physischen und psychischen Distanzen, von gesellschaftlichen und kulturellen Interessen und Wertmaßstäben
Physisch-geographische Grundlagen des Lebens auf der Erde, Aufbau und Gliederung des Erdkörpers, endogene und exogene Kräfte und ihre Wirkung (z.B. Plattentektonik, Vulkanismus, Erdbeben, Erosion und Sedimentation)
Einführung in den Umgang mit den schulspezifischen Informationsträgern, Kennenlernen medienspezifischer Handlungsschemen, Analyse-, Interpretations- und Bewertungsmuster
Atmosphärische Prozesse (Atmosphärische Zirkulation, Klima, Wetter, Klimaklassifikationen, menschliche Einflüsse)
Der Lebensraum des wirtschaftenden Menschen erhält sein besonderes Gepräge durch das Zusammenwirken von Geo- und Humanfaktoren. Die Kenntnis der Geofaktoren, deren Wechselwirkungen sowie die Eingriffe des Menschen und deren Wirkungen sollen in lokaler, regionaler und globaler Sicht grundlegend entwickelt werden.
 
Bodenbildungsprozesse
 
Relativität der Wahrnehmung und Bewertung von Räumen und der darin lebenden Menschen/Gruppen (mental maps, "Welt"-Bilder und deren Bedingungsfaktoren), Übersicht über Arbeitsmittel, Methoden, Medien
Analyse von Raumverhalten in unterschiedlichen Regionen, Methoden der Regionalanalyse verschiedener Räume der Erde unter Berücksichtigung physischer und humaner Faktoren, Ansätze zur Raumnutzung und -bewertung, Raumnutzungskonflikte
(Er-)Kenntnisse und deren Abhängigkeit von physischen und psychischen Distanzen, von gesellschaftlichen und kulturellen Interessen und Wertmaßstäben.
Von Menschen geschaffene Wirtschafts- und Sozialräume sollen beispielhaft im Hinblick auf die gestaltenden Geofaktoren und die mit ihnen in Wechselwirkung stehenden sozioökonomischen Kräfte erfasst werden (Genese, Nutzung, Nutzungswandel, Zukunftsplanung, Umweltschutz....)
Fallanalysen im unmittelbaren Umfeld    
In eingegrenzter Fragestellung sollen raumstrukturelle Veränderungen und interessengeleiteter Nutzungswandel im unmittelbaren Lebensumfeld analysiert werden.

2. Hauptphase 12/1 bis 13/2

Dem Charakter der Hauptphase entsprechend sollen bestimmte Themen und Inhalte miteinander verknüpft (Transfer) und Regelhaftigkeiten herausgearbeitet werden.   Für die einzelnen Halbjahre gibt es keine strengen Vorgaben. Einzelne Themenbereiche können miteinander verknüpft in einem Halbjahr behandelt werden. Dabei ist das Berücksichtigen aller Lern- und Prüfungsbereiche der EPA verbindlich.

Themenbereich 1: Naturgeographische und geoökologische Strukturen und Prozesse
  • Naturhaushalt in Geozonen (Einflüsse des Klimas und Reliefs, Böden und Bodenhaushalt, Vegetationszonen der Erde)
  • Landschaftsökologie, Umweltgefährdung und Umwelterhaltung (Interdependenzen von Geofaktoren, Fließgleichgewichte, Regelkreise, das landschaftliche Ökosystem und die Gefährdung  unterschiedlicher Haushalte durch menschliche Eingriffe, Behandlung ausgewählter Ökosysteme (Fallanalysen), z.B. Ökosystem Wald, Hochgebirge, See, Fluss, Meer, Stadt, Erde
  • Bevölkerungsfragen, demographische Strukturen und Prozesse, Tragfähigkeitsprobleme, Zukunft der Weltbevölkerung

 

Themenbereich 2: Raumstrukturen und Probleme von Industrieländern (z.B. Japan, USA, Russland)
  • Die Vereinigten Staaten von Amerika, Naturraum und Dimensionen, Landnahme und Raumerschließung, Landwirtschaft, Agrarräume und regionale Verlagerungen, Betriebssysteme und die betriebliche Situation der Farmen, ökologische Auswirkungen von Agribusiness, Strukturwandel und Agrarpolitik, Industrie, natürliche und infrastrukturelle Grundlagen der Industrieentwicklung, Entwicklungen und Probleme im Manufacturing Belt, Strukturwandel und Standortverlagerungen, gesellschaftliche Probleme, Verstädterung und regionale Bevölkerungsmobilität, Minderheitenprobleme
  • Russland/Die Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), Raum und Ressourcen, Entstehung und Ausdehnung des Staatsraums, Bevölkerung, Besiedlung und Städtebau, Landwirtschaft, Geschichte des Agrarsystems/Organisationsformen, Erweiterung der Anbauflächen und Intensivierung, ökologische Folgen der Aktionen zur Produktionssteigerung,  Industrie, natürliche Grundlagen der Industrie und Transportsituation, industrielle Strukturen und Prinzipien der industriellen Raumerschließung, aufgezeigt an ausgewählten Industrieräumen, Industrie und Umweltschutz, Probleme von Wirtschaft und Gesellschaft bei der staatlichen Neuordnung und politischen Umgestaltung
  • Japan und der pazifische Raum,  Probleme des Naturraums und der Ressourcen, Historische Wurzeln und gesellschaftliche Bedingungen der Wirtschaftsmacht, Strukturen und Entwicklungen in ausgewählten Wirtschaftsräumen, Umweltbelastungene

 

Themenbereich 3: Raumstrukturen und Probleme von Entwicklungsländern
  • Vorstellung und Problematisierung unterschiedlicher Entwicklungsbegriffe und -theorien; Entwicklung/Unterentwicklung, Modernisierungstheorien, Dependenztheorien, synthetische Überlegungen und nichtökonomische Theorien
  • Typologie von Entwicklungsländern/Regionalisierungsmodelle und ihre Problematik; Merkmale, Charakteristika und Indikatoren/ Verfahrensweisen, Modelle globaler Organisationen (z.B. UNO, Weltbank), Politische Gruppierungen (z.B. Gruppe der 77, Blockfreie), Faktorenanalysen
  • Unterentwicklung  als globale Problematik/Ursachenanalyse; Entstehung regionaler, ökonomischer u. sozialer Disparitäten unter Berücksichtigung natürlicher Gegebenheiten sowie innerer und äußerer ursachen, Auswirkungen des Kolonialismus und heutiger Welthandelsstrukturen, demographische Strukturen/Mobilität u. Migration, ökologische Probleme, Tourismus in Drittweltstaaten, Globalisierung und ihre Folgen für Drittweltstaaten
  • Analyse der Probleme und der Raumstrukturen ausgewählter Entwicklungs- und Schwellenländer;
    Entwicklungspolitik und -hilfe; Entwicklungspolitik im Wandel, Entwicklungshilfe und entwicklungspolitische Zusammenarbeit, ausgewählte Entwicklungsprojekte
  • Entwicklungspolitik und -hilfe

 

Themenbereich 4:      Raumstrukturen und ihre Veränderungen unter dem Einfluss wirtschaftlichen und
                                     politischen Handelns (Schwerpunktregionen: Deutschland und Europa)
Themenbereich 4a:   Agrargeographie
  • Naturfaktoren der Agrarwirtschaft (Klima, Boden, Anbaugrenzen, Ansprüche von Kulturpflanzen u.a.)
    Übersichten über Bodennutzungs-, Betriebssysteme/-formen und deren Verbreitung, Marktgesetze (Thünensches Intensitätsgesetz)
  • Weltagrar- und Nahrungsmittelproduktion; Verteilungs-/Hungerproblem, Agrarexporte der Entwicklungsländer, Ernährungsstandards und -gewohnheiten (Veredlungsproblematik), agrarische Tragfähigkeit
  • Ländliche Räume und Landwirtschaft in Europa; Europäische Agrarregionen in Beispielen, die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union, der agrarstrukturelle Wandel in Deutschland und seine Auswirkungen (bes. auch neue Bundesländer), Siedlungsstrukturen in ländlichen Räumen
  • Landwirtschaftliche Strukturen und deren Wandel in außereuropäischen Räumen; Landwirtschaft und deren Strukturwandel in den USA, Strukturen, Probleme und Reformprozesse in den Agrarräumen Russlands/Chinas, landwirtschaftliche Strukturen und deren Wandel in Entwicklungsländern (Stichworte: Subsistenzwirtschaft, (Welt-)Marktproduktion, Plantagenwirtschaft, Grüne Revolution...)
  • Ökologische Probleme der Landwirtschaft; z.B. ökologischer vs. konventioneller Landbau, Massentierhaltung, Belastung des Ökosystems durch Intensivproduktion (z.B. Energiebilanzen und Düngemitteleinsatz), bio- und gentechnische Entwicklungen (Anpassung an industrielle Produktions- und Verarbeitungsmethoden, Gesundheitsgefahren, Konsumverhalten), Bewässerungslandwirtschaft(Ressourcenübernutzung, Ökonomie vs. Ökologie)
Themenbereich 4b:    Industriegeographie
  • Industrialisierung und Sektorenwandel; Entwicklung der Produktivfaktoren, Industriebegriffe, Gruppen und Branchen, Wachstumsfragen und Globalisierung
  • Die räumliche Ordnung der Industrie; Standortfaktoren und Standortorientierungen, Umbewertung von Standortfaktoren/Standortverlagerungen, Theorien und Modelle der industriellen Standortlehre
  • Wirtschafts- und Industrieräume; ausgewählte Regionalbeispiele und ihre Raumstrukturen, etwa Hafenstandort, z.B. Bremen, Rotterdam, Montanrevier, z.B. Ruhrgebiet, Saar, Verkehrsgunst und Dienstleistungszentrum, z.B. Rhein-Main-Gebiet, Industriemetropole ohne Rohstoffe, z.B. Stuttgart, München, Standortbeispiele unterschiedlicher Qualität im Vergleich, Strukturwandel ausgewählter Regionen, regionale und überregionale Disparitäten
  • Die Bedeutung der Industrie für die Regionalentwicklung; Zielkonflikte, Nutzungskonflikte am Mikrostandort, Industrieansiedlung als staatliche Aufgabe, unternehmerische Entscheidungen und ihre Auswirkungen
Themenbereich 4c:    Handels- und Verkehrsgeographie
  • Geographische Grundlagen von Handel und Verkehr; Einfluss physisch-geographischer Faktoren auf Handel und Verkehr (z.B. Relief, Böden, Bodenschätze, Klima), Einfluss anthropogeographischer Faktoren auf Handel und Verkehr (z.B. Kulturpflanzen und Domestikation, Wirtschaftsformen und -stufen, Betriebsarten und -systeme, Funktionstrennungen, Freizeitverhalten, Handel und Verkehr als Folge (internationaler) Arbeitsteilung, Übersicht über Wirtschaftsräume der Erde
  • Wirtschaftstheoretische Grundlagen von Handel und Verkehr (Modellbildungen); das Thünensche Intensitätsgesetz, die Standorttheorie A.Webers und ihre Weiterentwicklung durch D.M.Smith, das system der Zentralen Orte (W. Christaller), das Netz von Märkten (A.Lösch), idealtypische Sequenz der Verkehrsentwicklung (E.J.Taaffe u.a.), Welthandelsbeziehungen und internationale Verpflechtungen
  • Verkehrserschließung als raumprägender Faktor; Innovationen der Verkehrs- bzw. Transporttechnologie, ihre räumliche Ausbreitung und ihre Raumwirksamkeit (z.B. Transkontinentalbahnen im 19. und 20. Jahrhundert, Konservierungstechniken, Containertransport), theoretische Analyse von Verkehrswegen und -netzen, (z.B. Verkehrsbrechung, Erreichbarkeit, Reichweite, Verflechtungsbereich, Strukturen), Handel und Verkehr als Raumordnungsinstrument und als "Schrittmacher der Entwicklung"
  • Probleme von Handel und Verkehr; Konjunkturverlauf und Wirtschaftskrisen (global und regional), globale, regionale und lokale Disparitäten sowie Grenzen als Hemmnisse, Verkehrs- und Versorgungsprobleme in Ballungsräumen, Globalisierung
Themenbereich 4d:    Stadtgeographie
  • Verstädterungsprozesse im 19./20. Jahrhundert; regionale und globale Entwicklungen/Prognosen, demographische Entwicklungen (soziale und ökonomische Ursachen, generatives Verhalten, Wirkungen), Darstellungsformen (z.B. demographischer Übergang), Mobilität (Formen, Ursachen, Auswirkungen), Suburbanisierung als globaler Prozess, Metropolen
  • Die Stadt als Aktions- und Konzentrationsraum unterschiedlicher Interessen und Gruppen; Funktionen und Funktionswandel, sozialräumliche Beziehungen, Städtehierarchien
  • Modelle von Großstädten nach unterschiedlichen Gesichtspunkten;
  • Stadtentwicklung seit dem Mittelalter an deutschen und/oder europäischen Beispielen; die mittelalterliche Stadt (gesellschaftliche und räumliche Strukturen), die Stadt im Absolutismus, die gründerzeitliche Stadt (z.B. Berlin), die Charta von Athen und ihre Auswirkungen (z.B. Bremen: Neue Vahr), verdichtete Bauweise (z.B. Bremen: Osterholz-Tenever), ökologische Stadtentwicklung
  • Die Stadt als Ökosystem; Flächenverbrauch, Stadtklima/Smog, Ver- und Entsorgungsproblematik
  • Stadt-Umlandbeziehungen und ihre wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen; Wanderungsbewegungen, Freizeitmobilität

Die Themenbereiche 1 - 4 sind verbindlich, die Unterpunkte 4a - 4d stellen - von der Obligatorik her - alternative Zugänge zum 4. Themenbereich dar. Grundsätzlich sind die vier Themenbereiche, vor allem aber die unter 4a - 4d aufgeführten Themenleisten der Allgemeinen Anthropogeographie/Sozialgeographie auch innerhalb eines Halbjahres  miteinander verknüpfbar, sofern die oben genannte Obligatorik erfüllt wird.
Im Rahmenplan wird außerdem auf pädagogische Leitideen, die Bedeutung des Faches Geographie in der gymnasialen Oberstufe, Prinzipien des fächerübergreifenden Unterrichts und die Leistungsbewertung im Geographieunterricht eingegangen.

Lehrpläne Sekundarstufe I

Diese werden bei Vorliegen der neuen Fassungen hier vorgestellt.

2. Stundentafeln

Gesamtschule

Klasse OS 5 OS 6 7 8 9 10
Welt/Umwelt 3 3 3 4 4 4


Orientierungsstufe

Klasse 5 6
Welt/Umwelt 4 4

Hauptschule Kl. 7-10

Klasse 7 8 9 10
Welt/Umwelt 3 3 4 4

Realschule/Gymnasium Kl. 7-10

Klasse 7 8 9 10
Erdkunde/Geographie 2 2 -- 2


Gymnasiale Oberstufe

Das Fach Geographie kann als Leistungskurs mit 5 und als Grundkurs mit 3 Wochenstunden angewählt werden.

 

3. Stellung der Geographie in der GyO

Die Geographie in der Rangfolge der ersten zehn gewählten Fächer im 11. Jahrgang der allgemeinbildenden Schulen der Stadtgemeinde Bremen von 1980 bis 2001

wpe1.jpg (59215 Byte)

 

Die Anteilsquote der Geographie bei den Fächerwahlen der Schüler/-innen des 11. Jahrgangs der allgemeinbildenden Schulen der Stadtgemeinde Bremen von 1980 bis 2001 (in %)

wpe1.jpg (58665 Byte)

 

Kurse und durchschnittliche Frequenzen im Lande Bremen

Öffentliche Schulen Stadtgemeinde Bremen (insgesamt 19 gymnasiale Oberstufen incl.Sonderformen)


Leistungskurse Geographie

Schuljahr 1999/2000 2001/2002
Jahrgang Anzahl der Kurse Frequenzen Anzahl Frequenzen
11 10 19,5 9 17,9
12 11 17,6 10 16,9
13 12 11,8 12 15,0

 

Grundkurse Geographie

Schuljahr 1999/2000 2001/2002
Jahrgang Anzahl der Kurse Frequenzen Anzahl Frequenzen
11 20 17,7 26 18,7
12 26 14,7 23 17,6
13 24 14,5 23 14,3

 

Öffentliche Schulen Bremerhaven (insgesamt 4 gymnasiale Oberstufen incl.Sonderformen)

Leistungskurse Geographie

Schuljahr 1999/2000 2001/2002
Jahrgang Anzahl Frequenzen Anzahl Frequenzen
11 2 25,5 2 21
12 4 17,5 3 19,3
13 4 19,3 4 15,0

Grundkurse Geographie

Schuljahr 1999/2000 2001/2002
Jahrgang Anzahl Frequenzen Anzahl Frequenzen
11 7 18,7 6 21,2
12 5 21,4 5 21,0
13 5 16,4 6 15,5

Quelle: Der Senator für Bildung und Wissenschaft Bremen (Hrsg., 1999/2000 und 2001/2002). Zusammenstellung und Auswertung der Leistungs- und Grundkurse der Gymnasialen Oberstufe.

 

4. Unterrichtsprojekte


        Unterrichtsprojekt "Neugestaltung eines Schulaußengeländes"


Im Gymnasium am Schulzentrum Huchting haben sich  Leistungskurse Geographie intensiv mit der Umgestaltung des 5.500 qm großen Außengeländes der Schule befaßt. Initiativ wurde der LK des 12. Jahrgangs, als gegen Ende des Halbjahreskurses "Umweltgefährdung/Umweltsicherung" die Agenda 21 ausführlicher behandelt wurde. Die Lerngruppe beschloss im Sommer 1999, sich vor Ort für das Ziel "Erhaltung und umweltverträgliche Nutzung von Freiflächen im Stadtteil" einzusetzen. Nach der Umwandlung der Schule von einem Schulzentrum der Sek. I und II in eine Sekundarstufe II mit gymnasialer Oberstufe und Berufsschule für gestalterische Berufe in den 80er Jahren lag das sehr große Außengelände brach, wurde so gut wie gar nicht mehr von den Schülerinnen und Schülern angenommen. Nun wollte man sich Gedanken machen, wie man den Freiraum sowohl der schulischen als auch  der öffentlichen Nutzung wieder zuführen könnte. Dabei sollte insbesondere die Anbindung des Freigeländes an das unmittelbar benachbarte Naherholungsgebiet "Sodenmattsee" berücksichtigt werden.
Der Kurs entwickelte ein Grobkonzept,  und es wurde sehr schnell deutlich, dass dieses Projekt durch den Kurs allein nicht bewältigt und zu Ende geführt werden konnte, sondern nur langfristig und unter Einbeziehung öffentlicher Institutionen zu realisieren ist. Auch der Wechsel des Halbjahresthemas und die Vorbereitungen für das Abitur bereiteten Schwierigkeiten. So überzeugte man im Herbst den LK Geographie des 11. Jahrgangs, das Projekt  im Schuljahr 1999/2000 nach dem Einführungskurs im Rahmen des 2. Kurshalbjahres "Stadtgeographie" unter dem Aspekt "Stadt-/Stadtteilplanung"  weiterzuentwickeln und die Umsetzung vorzubereiten.  Es lief zum Teil parallel zu anderen Themen dieses Halbjahreskurses, erforderte also von der Lerngruppe ein besonderes Engagement. Mit dem Projekt bewerben sich die Schüler/-innen um den Titel "Umweltschule in Europa". Die Projektgruppe arbeitete zusammen mit dem Verein "Arbeit und Ökologie" und dem Ortsamt in Huchting, führte Schüler- und Bürgerbefragungen durch und bereitete eine Repräsentation der Ergebnisse ihrer Raum- und Nutzungsanalysen vor und betrieb Pressearbeit.
Als erstes Ergebnis der Projektarbeit fand in der Woche vom 15.-16.Mai 2000  im Roland-Center, Bremen-Huchting, eine Ausstellung zum Thema statt. Die Bürger des Stadtteils und Vertreter der Stadtteilgremien nahmen reichlich Gelegenheit, mit den Schülerinnen und Schülern über die zukünftige Gestaltung des Außengeländes zu diskutieren. Kritik und Anregungen fließen in die weitere Arbeit ein.  In der nun einsetzenden  Planungs- und Umsetzungsphase werden sich auch Kurse der Fächer Biologie und Kunst sowie Lerngruppen der Fachoberschule für Gestaltung beteiligen. Für den Projektablauf werden insgesamt 4 bis 5 Jahre angesetzt.
Genauere Informationen: http://www.schule.bremen.de/schulen/huchting